Festschriften TV Pratteln NS

Zum Geleit

«Die Turnerei stärkt und erfrischt nicht nur den jugendlichen Körper, sondern ermutigt und kräftigt auch Seele und Geist gegen Verweichlichung».

Diese Aussage Goethes möge uns in unserer Zeit der Drogenprobleme und der vielgenannten „Ängste“ dazu veranlassen, etwas über die modernen Freizeitbeschäftigungen nachzudenken. Der Turnverein Pratteln Neue Sektion kann auf 75 Jahre erfolgreicher Vereinstätigkeit zurückblicken. Das heisst 75 Jahre körperliche Ertüchtigung, hartes Training, Wettkämpfe, schöne Erfolge, – auch unvergessliche Erlebnisse und frohe Kameradschaft. Mit Genugtuung dürfen wir feststellen, dass der Verein sich erfreulich entwickelt hat und im sportlichen Leben von Pratteln einen wichtigen Platz einnimmt.

Turnen hat sich während diesen 75 Jahren verändert. Im Verein ist Vielseitigkeit gefragt. Anderseits wollen sich die Aktiven auf ihre bevorzug-te Sportart spezialisieren können; dort wo die eigene Stärke liegt und grössere Erfolge zu erreichen sind. Die NS hat es verstanden sich dieser Entwicklung anzupassen. Sie hat immer wieder Trümpfe ausspielen und an kantonalen und eidgenössischen An-lässen oder im Spiel grosse Erfolge erreichen können.

Ich danke dem Turnverein Neue Sekti-on für seinen grossen Beitrag zum kulturellen Leben unserer Gemeinde und gratuliere ihm herzlich zu seinem 75-jährigen Jubiläum. Ich wünsche ihm auch für die Zukunft gutes Gedeihen und Ihnen liebe Turnerinnen und Turner viel Erfolg bei guter Kameradschaft.

Robi Hartmannn Gemeindepräsident

Vorwort des Verfassers

75 Jahre sind auch für einen Verein ein respektables Alter, ob-schon sich das Rad der Zeit angeblich immer schneller dreht. Schalten wir also für einen kurzen Au-genblick einen Halt ein, und erinnern wir uns beim Lesen der vorliegenden Festschrift nochmals der vielen schönen Stunden, die wir dank dem Turnen erleben durften. Auch wenn sich im Laufe der Jah-re unser Verein sehr stark gewandelt hat, eines ist immer gleich geblieben: es gab in den Anfangsjah-ren und es gibt auch heute nach 75 Jahren sowohl sportliche Erfolge wie Niederlagen.

Wie so vieles in der Welt, hat sich auch im Turnverein Neue Sektion in all den Jahren seit der Gründung man-ches grundlegend geändert. Und so wird sicher manch älterer Turnkamerad beim Lesen der nachfol-gende Zeilen mit etwas Wehmut an die guten (?) alten Zeiten zurückdenken, als auch bei uns das Sektionsturnen noch im Vordergrund stand, im Gegensatz zu heute, wo sich die Aktivriege ganz dem Handball zugewandt hat. Dieser Wandel wird umso deutlicher sichtbar, wenn man die Zusammenfas-sung der ersten, von Hanspeter Staufffacher verfassten Festschrift, mit der Chronologie der vergan-genen 25 Jahre vergleicht.

Vieles hat sich während dieser Zeit geändert. Doch die Ideale sind dieselben geblieben: sportliche Betätigung und Pflege der Kameradschaft.

In diesem Sinne wünsche ich dem Turnverein Neue Sektion auch für die Zukunft alles Gute, viel Erfolg. Möge diese Jubiläumsschrift die vielen schönen Stunden in Gedanken nochmals aufleben lassen.

Paul Steiner

Die Gründer unseres Turnvereins

Bielser Eduard Oberer Fritz
Bielser Hans Oberer Gustav
Dill Fritz Schäublin Gottlieb
Dill Gotthold Schwob Emil
Fehlmann Hermann Schwob Ernst
Haas Albert Schwob Karl
Helfenberger Emil Schwob Walter
Itin Emil Stingelin Emil
Itin Hans Stingelin Ernst
Jauslin Albert Stohler Karl
Martin Hans Weisskopf Adolf
Meier Emil Weisskopf Arnold
Meier Karl Weisskopf Karl
Nebiker Karl

Die ersten fünfzig Jahre

Bereits im dritten Jahr nach der Gründung trat der junge Turn-verein erstmals als Organisator eines Bezirksturntages in Erscheinung. Am 24. April 1921 durfte der Turnverein Neue Sektion seine erste Fahne einweihen; verbunden wurde dieser erste Höhepunkt in der noch jungen Vereinsgeschichte mit der Durchführung eines Bezirks-Rangschwinget. 1922 kehrten die Turner Lorbeer geschmückt vom Eidgenössischen Turnfest in St. Gallen heim. Interessantes lesen wir vom Jahre 1923, in welches die Gründung der Männerriege sowie der Jugendriege fiel. Vor allem mit der Gründung der Jugendriege soll der damalige Gemeinderat gar nicht glücklich gewesen sein.

1926 fand ein intensiver Turnstundenbetrieb zu Beginn des Jahres statt, als sorgfältige Vorberei-tung aufs Kantonale in Gelterkinden. Die Hochwasserkatastrophe vom 26. Juni im Baselbiet machte aber alle Hoffnungen auf ein glanzvolles Fest zunichte, da die Kantonsregierung in der Folge sämtli-che Anlässe absagte. Da das Interesse nach diesem Ereignis bei vielen Turnern stark nachliess, musste gar der Turnstundenbetrieb für einige Zeit eingestellt werden.

Ein weiterer Meilenstein war si-cher das Jahr 1930. Auf ein Schreiben von Willy Döhnel fanden sich am 18. März 23 junge Prattler Da-men in einem Schulzimmer zur Gründung des Damenturnvereins Neue Sektion ein. Ins gleiche Jahr fiel der Beschluss, in Zukunft ein eigenes Vereinsorgan herauszugeben. Drei Jahre später wurde unser Präsident und Oberturner Arnold Weisskopf vom Kantonalturnverband in die Garde der Ehrenmitglieder aufgenommen und an der GV der Neuen Sektion wurde Nöldi zum ersten Ehrenpräsidenten ernannt.

Die Folgen des Krieges gingen in den vierziger Jahren auch an der Neuen Sektion nicht spurlos vorbei. Zum einen war ein Turnbetrieb oft wegen der Belegung der Hallen durch Truppen unmöglich. Zum ändern waren viele Turner durch die Mobilmachung im Dienst. Trotz den immer noch andauernden Kriegswirren konnte sich unser Turnverein am Kantonalturntag 1943 in Pratteln auszeichnen. Nebst dem Sektionslorbeer wurden noch je vier Kranz- und Zweiggewinner ausge-zeichnet. Lustiges wird vom folgenden Jahr berichtet: Das Vereinsbanner traf nach einer notwendigen Auffri-schung nicht rechtzeitig in Pratteln ein. So zog man halt einfach nur mit der Stange los. Am Abend war dann die nachgelieferte Fahne mit dem umgehängten Lorbeerkranz umso schöner. Ins Jahr 1948 fiel die Grün-dung einer Mädchenriege, ein Unterfangen, das lange auf Schwierigkeiten stiess.

1949 fiel ein für unseren Turnverein damals kaum absehbarer Entscheid. Auf Initiative von Walter Itin und der Brüder Max und Hans Weisskopf wurde eine Abteilung Handball gegründet. Ein Jahr später gesellte sich die Gründung der Frauenriege dazu. 1955 trat unser Verein wieder einmal als Organisator auf: Der Bezirksturnverband Liestal wurde 50 Jahre alt, und die Neue Sektion übernahm auf dem «Geisswald» die Jubiläumsfeier. Egon Uebersax zeichnete als Redaktor des im Jahre 1959 ins Leben gerufenen „NS-Turners“, unseres Vereinsblattes. Nachdem 1956 unser Ehrenpräsident Arnold Weisskopf unter der Anteilnahme einer grossen Turner-schar zu Grabe getragen wurde, ernannte die Generalversammlung 1961 Walter Itin unter grossem Bei-fall zu ihrem zweiten Ehrenpräsidenten.

Vom Jahre 1962 lesen wir folgendes: «Ein Markstein in der Geschichte Prattelns bildete in diesem Jahr die Einweihung und Inbetriebnahme der Schwimm-bad- und Sportanlagen «In den Sandgruben», die ihresgleichen im Kanton sucht…». Zwei Kantonale Turnfeste wurden in diesem Jahr besucht: zuerst das Kantonale beider Basel auf der Schützenmatte, zwei Wochen später waren wir Gast am Thurgauischen in Frauenfeld. Bevor 1967 die Vorbereitungen fürs 50-Jahr-Jubiläum in Angriff genommen wurden, führten wir unter der Regie von Fritz Mangold auf dem «Geisswald» den Ringertag beider Basel und wenig später im Stadion Sandgruben auch noch den Kant. Spiel- und Stafettentag durch.

Chronik 1967 – 1992

Höhepunkt des Jahres 1967 war ohne Zweifel die Jubiläumsfeier vom 21./22. Oktober in der alten Dorfturnhalle. Unter dem Präsidium des heutigen Ehrenpräsidenten Fritz Mangold ging am Samstagabend ein grosser Unterhal-ungsabend «aus eigenem Boden» über die Bühne, während der Sonntag ganz im Zeichen der Jubiläumsfeierlichkeiten stand. Aber bevor dieser Jubeltag ein ereignisreiches Jahr abschloss, durfte die Ju-gendriege im Juni für zwei Tage auf Reisen. Ziel: das Baselbieter Turnerhaus in den Flumserbergen. Etwas harzig liefen die Vorbereitungen auf das Eidgenössische Turnfest in Bern. Nach einer recht lebhaften Aussprache unter den Turnern, an der auch Ehrenpräsident Walter Itin teilnahm, wussten die Aktiven aber, was es geschlagen hatte, und es wurde ein intensives Training absolviert. Wir gehörten zu jenen Vereinen, die zweimal nach Bern reisen «durften». Den Sektionswettkampf bestritten wir am ers-ten Wochenende und erreichten gute 143,74 Punkte. Eine Woche später stiessen dann die Handballer nach dem Gruppensieg bis in den Halbfinal vor. Im September organisierte die Neue Sektion schliess-lich noch den Kant. Spiel- und Stafettentag im Stadion Sandgruben. Nach zehn Jahren erfolgreicher Leiter-tätigkeit legte an der GV vom 25. November 1967 Christian Hofmänner sein Amt als Oberturner in die Hände von Peter Dürr.

Oberturner Christian Hofmänner trat nach dem Eidgenössischen von Bern 1967 zurück

Nur zwei Jahre nach dem Jubiläum hatte die Neue Sektion am 22. Juni 1969 bereits wieder Grund zum Feiern. Die anlässlich des Jubiläums ins Auge gefasste Anschaffung einer neuen Vereinsfahne konnte dank der Spendefreudigkeit unserer Mitglieder rasch verwirklicht werden. Da der Bezirksturnverband Liestal sein Bezirksturnfest nicht «an den Mann brachte», wurde an der Generalversammlung im Dezember 1968 beschlossen, dieses Turnfest zu übernehmen. Am gleichen Anlass wurde auch das von Ehrenmitglied Walter Uebersax neu gestaltete Vereinsbanner getauft. Als OK-Präsident amtete einmal mehr Fritz Mangold.

1970 stand das Kantonalturnfest beider Basel, organisiert von unserer Schwestersektion, im Stadion «Sandgruben» zuoberst auf dem Programm. Mit 145,80 Punkten erreichte die Neue Sektion ihr bisher höchstes Resultat an einem Kantonalen. Aber nicht nur die Sektion glänzte, auch die verschiedenen Einzelturner warteten mit hervorragenden Resultaten auf. Allen voran war es Ruedi Lascher, der nach 1966 in Münchenstein, zum zweiten mal Turnfestsieger der Nationalturner wurde. Walter Thommen jun. erreichte im olympischen Zehnkampf der Leichtathleten den ausgezeichneten elften Rang. Die 54. Generalversammlung im Dezember 1970 stand im Zei-chen einer Neuorganisation. Nachdem Oberturner Peter Dürr sein Amt zur Verfügung stellte, sollte der neue Mann in Zukunft das Amt eines Technischen Leiters ausüben. Nicht zuletzt deshalb, weil im Lau-fe der Jahre das Handballspielen immer mehr in den Vordergrund trat. Nach einigen Diskussionen und nach der Zusicherung des Vorstandes, dass auch in Zukunft alle Kurse besucht würden, wurde Karl Stöckli zum ersten Technischer Leiter gewählt.

Einmal mehr organisierte die Neue Sektion im September 1971 den Kantonalen Spiel- und Stafettentag im Stadion „Sandgruben“. Der Titel des Kan-tonalen Korbballmeisters konnte aber trotz «Heimvorteil» nicht verteidigt werden. Ebenfalls nicht «verteidigen» konnte die erste Handballmannschaft ihren Platz in der 1. Liga in der Halle. Statt einem not-wendigen Sieg im letzten Spiel gegen den BTV Aarau reichte es nur zu einem Unentschieden, was gleichzeitig «Abstieg» bedeutete. Mit einer Neuregelung bei der Jugendriege sollte in Zukunft den Jünglingen frühzeitig die technischen Grundelemente beigebracht werden, sei es nun in der Sparte Handball oder Leichtathletik. Der Handballaufbau wurde wie folgt gegliedert: 6-11 jährige Jugendriege, danach 12 – 14 jährige Junioren D, 15 – 16 jährige Junioren C, 17 – 18 jährige Junioren B und schliesslich 19 – 20 jährige Junioren A, danach Einbau in eine Aktivmannschaft. Mit dieser Massnahme hoffte man, auch die Tatsache ausmerzen zu können, dass immer weniger Jugendriegler den Übertritt zu den Aktiven vollzogen.

1972 stand wieder einmal ein Eidgenössisches Turnfest als wichtigster Anlass auf dem Programm. Mit 30 Aktiven startete Karl Stöckli in Aarau zu seinem ersten Eidgenössischen Turnfest als technischer Leiter. Nach den intensiven Vorbereitungen wurden die hohen Erwartungen im Sektionswettkampf mit 111,42 Punkten nicht ganz erfüllt. Dafür erspielte sich die Handballmannschaft den ausge-zeichneten siebten Rang von 93 Mannschaften.

Am 10. Januar 1973 verstarb mit Herrmann Fehlmann der erste Präsident und Mitgründer des Turnvereins Neue Sektion in seinem 90. Lebens-jahr. Er gehörte zu jenen Persönlichkeiten, die massgeblich an der Gründung unseres Vereins mitgewirkt haben. 1921 wurde er zum ersten Ehrenmitglied ernannt.

Nur im kleinen Rahmen feierte unsere Männerriege am 17. November 1973 ihr 50-Jahr-Jubiläum anlässlich der Generalversammlung im Keller des Schützenhauses «Lachmatt». Ebenfalls im November stellte Hans Meyer jun. die für die weitere Zukunft entscheidende Idee vor, wieder einmal einen «NS-Obe» durchzuführen. Auf Initiative von Rudolf Mahrer nahm an der Hallenhandballmeisterschaft 73/74 erstmals eine Damenmannschaft der Neuen Sektion teil.

Nach rund 15 Jahren Unterbruch fand dann am 2. November 1974 endlich wieder ein «NS-Obe» statt; nicht im Engel, der ja bekanntlich der Spitzhacke zum Opfer gefallen war, sondern im Kirchgemeindehaus. Nach der Gründung des Handballverbandes der Region Nordwestschweiz trat die Neue Sektion noch im gleichen Jahr dem neuen Verband bei.

1975 stand das Kantonalturnfest in Riehen auf dem Programm, Doch nur gerade 15 Turner fanden sich bereit, die Strapazen eines Turnfestes auf sich zu nehmen, eine mit Blick auf die Mitgliederliste bescheidene Zahl.

Ein strenges Jahr wurde für die Turner das Jahr 1976. Im Juni beteiligten wir uns mit viel Arbeit und einer grossen „Beiz“ in der alten Dorfturnhalle am zweiten Prattler Dorffest. Eine Woche zuvor besuchten wir das Bezirksturnfest in Füllinsdorf und schliesslich ging am 27. November «s’Rumpelstilzli», der zweite «NS-Obe» der neuen Generation, mit grossem Erfolg im Kirchgemeindehaus über die Bühne.

Die Kantonalen Turntage vom 2S./26. Juni 1977 in Ettingen wurden trotz massigem Interesse seitens der Turner, lies Handballer, mit recht gutem Erfolg abgeschlossen. Die Handballer erreichten im Sommer den Titel eines 1.Liga-Kleinfeldhandballmeisters. An der Delegiertenversammlung des Bezirksturnver-bandes Liestal wurde Walter Thommen Sen. für seine 16-jährige Vorstandstätigkeit im Bezirk zum Eh-renmitglied ernannt.

Zwei Höhepunkte prägten das Jahr 1978. Am 18. März schafften die Handballer unter Trainer Karl Stöckli und Coach Hans Meyer jun. den lang ersehnten Aufstieg in die 1. Liga Interregional der Hallenhandballer. Gegner in den Finalspielen waren der SC Rotweiss Basel und der TV Wohlen. Am Freitag, 23. Juni starteten 22 NS-ler  zu einem der erfolgreichsten Eidgenössischen Turnfeste. Unter der Leitung des Technischen Leiters Karl Stöckli erreichte die Sektion in Genf in einem rein leichtathletischen Wettkampf die hohe Punktzahl von 113.10. Dazu kam ein fünfter Rang im Handball der Elite-Kategorie, was die Ehrenmitglieder der Neuen Sektion dazu bewog, die erfolgreichen Teilnehmer zu einem «Hock» mit Imbiss einzuladen. Ende Oktober konnten wir beim inzwischen bereits wieder zur Tradition gewordenen «NS-Obe» erneut ein ausverkauftes Haus melden. Zu sehen und zu bestaunen gab es «Schloss Schauerburg». Einer der erfolgreichsten Aktiven der Neuen Sektion, Ruedi Lüscher, beendete nach dem Gewinn seines 100. Kranzes am Nordwestschweizerischen Schwingfest in Liestal seine aktive Schwingerlaufbahn. An der Generalversammlung im Dezember trat Karl Stöckli nach sieben erfolgreichen Jahren als Technischer Leiter zurück.

Am 13. März 1979 nahm eine grosse Trauerschar Abschied von unserem Ehrenpräsidenten und langjährigen Oberturner Walter Itin. Von 1928 bis nach dem Eidgenössischen Turnfest 1947 in Bern stand Freund Walti an unzähligen kleinen und grossen Turnfesten mit Leib und Seele vor «seinen» Aktiven und meldete nicht ohne Stolz den Turnverein Neue Sektion dem Kampfgericht. Doch Walter Itin war nicht nur Oberturner der Neuen Sektion, er war auch massgeblich an der Gründung des Damenturnvereins und der Frauenriege beteiligt. In die Jahre gekommen, übernahm er selbstverständlich die Leitung der Männerriege, zu deren Gründer er ebenso zählte wie bei der Jugendriege. Das Bezirksturnfest in Arisdorf besuchte nur eine kleine NS-Schar, dafür war es für die Teilnehmer umso gemütlicher. Bereits die Anfahrt per Velo wurde zu einem Erlebnis. Viel Arbeit für die Lachmuskeln gab es im September am Endturnen in den Fröschmatturnhallen. Erstmals in der Vereinsgeschichte fand Ende März eine ausserordentliche Generalversammlung statt. Das einzige Traktandum lautete: Soll sich der Turnverein Neue Sektion für die Übernahme eines Kantonal-turnfestes beider Basel bewerben?

Dank der intensiven Vorarbeiten von Ehrenmitglied Fritz Mangold, dem es bis zum Zeitpunkt der Generalversammlung gelang, ein praktisch komplettes Organisati-ons-Komitee auf die Beine zu stellen, wurde bei ganz wenigen Enthaltungen beschlossen, die grosse Auf-gabe in Angriff zu nehmen.

Mit dem Abschluss der Hallenhandball-Meisterschaft traten im Frühjahr 1980 Trainer Karl Stöckli und Coach Hans Meyer jun. nach vielen Jahren erfolgreichen Wirkens auf Ende Saison zurück. Das Jahr 1980 stand aber auch im Zeichen des 50-Jahr-Jubiläums des Damenturnvereins, welches zusammen mit dem «NS-Obe» unter dem Motto «Isch’s wohr, scho 50 Johr?» am 25. Oktober im Kirchgemeindehaus durchgeführt wurde. Am Bezirksturnfest in Frenkendorf sah man einmal mehr immer die gleichen Unentwegten. Dem Bericht im NS-Turner nach, sollen sie es aber um-so lustiger gehabt haben und erreichten erst noch den Titel des Korbballmeisters. So ganz nebenbei, still und ohne grosses Aufsehen, aber sehr effizient arbeitete im Hintergrund bereits das OK für das Kantonalturnfest beider Basel unter der Leitung von Präsident Chasper Cadonau an den umfangreichen Vorarbeiten für das grosse Fest im Jahre 1981.

Ein Thema beherrschte 1981 ganz klar das Vereinsgeschehen: Erstmals trat die Neue Sektion als Organisator eines Kantonalen Turnfestes beider Basel in Erscheinung. Ein ausgezeichnet harmonierendes OK unter Gemeinderat Chasper Cadonau leistete vorzügliche Vorarbeiten und dank des sprichwörtlich schönen NS-Wetters wurden die beiden Wo-chenenden im Stadion in den Sandgruben sowohl für die rund 5000 Turnerinnen und Turner wie auch für die vielen Zuschauer zu einem unvergesslichen Erlebnis. Aber auch rund 700 treue Vereinsmitglieder und Zugewanderte, die sich als Helferinnen und Helfer zur Verfügung stellten, durften sich trotz des grossen «Chrampfs» an zweimal drei Tagen freuen. Das Fest fand überall nur lobende Worte und die Vereins-kasse wurde mit einem in dieser Höhe kaum erwarteten Reingewinn belohnt. Am 30. Oktober stand schliesslich zum Abschluss eines strengen Jahres ein tolles Endturnen aller Riegen auf dem Programm.

1982 fand der beliebte Maskenball in der Dorfturnhalle bereits zum 20. Mal statt. Mit Hans Straumann verlor die Neue Sektion am Gründonnerstag ein Ehrenmitglied, das während Jahren als un-ermüdlicher Wirtschaftschef an unzähligen Anlässen gewirkt hatte und am Kantonalen beider Basel vor einem Jahr Vize-Präsident des Wirtschaftskomitees gewesen war. Zusammen mit unserer Schwester-sektion beherbergten wir am Mittwoch vor Ostern für eine Nacht die Jubiläumsfahne «150 Jahre ETV». Nach einem Unterbruch von vier Jahren beteiligten sich die Handballer über Pfingsten wieder am Inter-nationalen Turnier im französischen Chamonix. Den Bezirksturntag in Lupsingen besuchte wie gewohnt der «harte Kern» der Unentwegten; leider konnten wir den Organisatoren punkto Zeitplan kein gutes Zeugnis ausstellen, war es uns doch nicht möglich, alle angemeldeten Disziplinen auszutragen. Nach einem Unterbruch von 20 Jahren – 1962 turnten über 30 NS-ler in Frauenfeld am thurgauischen Kantonalturnfest – entschlossen sich 15 Aktive dazu, am Fete Cantonale Vaudoise teilzunehmen. Mit 1.80 m im Hoch-sprung sorgte Peter Lüdin für die herausragendste Leistung. Nachdem der Kantonalturnverband Baselland trotz grosser Anstrengung keinen Organisator für die Kantonalturntage 1983 gefunden hatte, ent-schloss sich der Vorstand nach einer erneuten Anfrage von Seiten des Verbandes, für eine schriftliche Konsultativabstimmung unter den Mitgliedern. Das Resultat der trotz Ferienzeit zurückgesandten 79 Karten war eindeutig. 70 Mitglieder erklärten sich bereit, nochmals mitzuhelfen. Bereits zuvor hatte sich praktisch das ganze im Jahre 1981 im Amt gewesene OK wiederum zur Verfügung gestellt. Mit dem NS-Obe am 9. November im Kirchgemeindehaus fand ein arbeitsreiches Vereinsjahr seinen Abschluss. Für die Handballer hatte es mit der Streichung von drei Teams schlecht begonnen. Dies war die Quittung da-für, dass sich keine NS-ler gefunden hatten, das Amt eines Schiedsrichters auszuüben.

Vom 10. – 12. Juni 1983 fanden im Stadion in den Sandgruben die von der Neuen Sektion durchgeführten 10. Kan-tonalturntage statt. Als OK- Präsident amtete wiederum Ehrenmitglied Chasper Cadonau und mit ihm zusammen fast die gesamte Crew vom beider Basel 1981. Das am 22. Oktober in den Fröschmatturnhallen ausgetragene Endturnen wurde von der Damenriege organisiert. An der Delegierten-Versammlung des KTV vom 19. November in Bubendorf wurde Chasper Cadonau als zweites Mitglied der Neuen Sekti-on in die Ehrengarde des Kantonalturnverbandes Baselland aufgenommen; zum Dank für seine grosse Arbeit als OK-Präsident an zwei kantonalen Grossanlässen.

Zwei Ereignisse prägten das Jahr 1984 ganz besonders. Zum einen stand am 21. Juni das Eidgenössische Turnfest in Winterthur auf dem Programm. Zum ändern wurde am gleichen Wochenende in Pratteln über ein Projekt abgestimmt, das den Handballern nach unzähligen Anläufen endlich eine geeignete Halle für den Trainings- und Meisterschaftsbetrieb hätte bringen sollen. Die Betonung «hätte» wurde leider trotz grosser Hoffnung Tatsache. Das Prattler Stimmvolk bzw. die knapp 38 Prozent, die den Weg ins Stimmlokal fanden, verweigerten die Zustimmung zum geforderten Kredit von rund 14,5 Mio. Franken äusserst knapp. Mit 1714 Ja zu 1749 Nein wurde das Kultur- und Sportzentrum bachab geschickt. Damit war der Weg für eine Halle in Pratteln einmal mehr verbaut! Am Eidg. Turnfest in Winterthur erreichten die Handballer in einem reinen Leichtathletik-Wettkampf 111,42 Punkte. Für das herausragendste Resultat sorgte dabei der Hochspringer Roland Huber mit ausgezeichneten 1.80 m. Im Handball belegte man in der Elite-Kategorie den neunten Schlussrang. Am 24. November lautete das Motto am traditionellen NS-Obe im Kirchgemeindehaus «Mit ganz hundert». Wegen der Ablehnung des Kultur- und Sportzentrums musste im letzten Moment noch ein neues Programm auf die Beine gestellt werden, welches aber trotz Zeitnot zu einem vollen Erfolg wurde.

Im Jahresbericht des Präsidenten war 1985 zu lesen, dass wir auf ein «ruhiges» Jahr zurückblicken können. Dass aber doch allerhand los war im 69. Vereinsjahr, beweist das Jah-resprogramm: Fasnacht, Skiweekend, Eierlesen, Bergturnfahrt und zum Abschluss im November erstmals ein im Restaurant Salmen durchgeführter Lottomatch zeigen, dass es auch so einiges zu or-ganisieren gab. Was Ende Juni 1984 die wenigsten für möglich hielten wurde am Wochenende vom 19.-21. September 1985 Tatsache: Pratteln’s Einwohner bewilligten im zweiten Anlauf mit 2559 Ja gegen 1908 Nein das inzwischen redimensionierte Kultur- und Sportzentrum beim Schloss. Am gleichen Sonntag ging das wohl bislang kurzweiligste Endturnen in der Geschichte über die Runden. Von Schlauchbootfahren auf der Ergolz über Bocciaspielen war so ziemlich alles dabei. Hansruedi Dill und Theo Frey hatten es möglich gemacht.

1986 sollte wieder einmal ein reich befrachtetes Jahr werden. Ende April schloss die dritte Handballmannschaft die Meisterschaft ebenso mit dem Aufstieg ab, wie kurz zuvor die zweite. Und die Senioren rundeten eine äusserst erfolgreiche Meisterschaft mit dem Gruppensieg ab. Am 14. Juni nahmen Aktive, Männerriege sowie Damen- und Frauenriege gemeinsam am grossen Festzug vom Bahn-hof SBB zum Marktplatz in Basel anlässlich des Kantonalen Turnfestes beider Basel teil. Kurt Dill als Kanto-nal-Fähnrich führte an der Spitze das OK von 1981 und eine grosse Schar NS-ler vom Bahnhof in die Basler Innenstadt. Ende August beteiligten wir uns mit der «Dilli-Billi-Ranch» am dritten Prattler Dorffest. Schliesslich ging am 6. Dezember der NS-Obe, dem Datum entsprechend als Chlause-Obe, über die Bühne.

Leider begann das Jahr 1987 sportlich schlecht. Nach acht Jahren musste die erste Mannschaft Ende Saison 86/87 die bittere Pille schlucken und den Abstieg in die zweite Liga in Kauf nehmen. Ans Bezirksturnfest vom 20./21. Juni m Füllinsdorf fuhren Aktive, Männer- und Damenturnverein gemeinsam und trotz des herrschenden Dauerregens auf zwei Brückenwagen. Die Leistungen ent-sprachen in etwa dem Wetter. Umso gemütlicher wurde ein Familienausflug am 12. Juli auf die Farnsburg für rund 60 kleine und grosse NS-ler. Als grosser Hit entpuppte sich nach den Sommerferien der erstmals durchgeführte NS-Sommerplausch mit den «Steppin Stompers» auf dem neu gestalteten Schmit-tiplatz.

Nur drei Jahre nachdem die Prattler Stimmbürger grünes Licht für das Kultur- und Sportzentrum gegeben hatten, konnte der 11,7 Millionenbau über das Wochenende vom 23.- 25. September 1988 eingeweiht werden. Mit einem Nostalgie-Handballspiel NS gegen AS trugen auch die beiden Turn-vereine das ihre zu einer ganz aus «eigenem Boden» originell durchgeführten Eröffnung bei. Bereits eine Woche später konnten die ersten Meisterschaftsspiele in Pratteln ausgetragen werden. Aber auch der Trainingsbetrieb erfuhr dank der grossen Halle eine spürbare Erleichterung. Die Handballer können nun zweimal abends unter optimalen Bedingungen trainieren. Richard Weisskopf wurde anlässlich der De-legierten-Versammlung des KTV Baselland am 26. November für sein jahrelanges Wirken in der Spielkom-mission zum Ehrenmitglied ernannt.

Am 11. Februar 1989 durften wir dann auch erstmals den kulturellen Teil des neuen Kultur- und Sportzentrums in grossem Stil benutzen. Nach zähen Verhandlungen bewilligte die Betriebskommission und der Gemeinderat den beiden Turnvereinen AS und NS sowie der Musikgesellschaft, ihre Fasnachtsveranstaltungen, statt in der alten Dorfturnhalle, in Zukunft im neuen Kultur-und Sportzentrum auszutragen. Die zu Beginn noch da und dort herrschende Skepsis gegen-über dem Neuen verflog rasch, da sich schnell zeigte, dass sich das viel grössere Raumangebot nur positiv auf den Maskenball auswirken konnte. Nach acht Jahren als Kantonalfähnrich gab Ehrenmitglied Kurt Dill anlässlich des Kantonal-Turnfestes in Sissach, die Kantonalfahne im Schloss Ebenrain dem organisie-renden TV Sissach in Obhut. Männer-, Frauen-, Damenriege und Aktive frönten nach dem Wettkampf vom Samstag für einmal gemeinsam und ungewöhnlich lange der Gemütlichkeit. Nachdem man an den beiden vorhergehenden Festen jeweils als Organisator aufgetreten war und dazu begreiflicherweise kaum Zeit gefunden hatte, holte man hier Versäumtes nach.

Vor ausverkauftem Haus ging am 25. November erstmals ein NS-Obe im Kultur- und Sportzentrum über die Bühne. Bereits eine Woche vor dem Anlass waren sämtliche Billette weg. So warteten rund 500 Personen gespannt auf das, was sich die Verantwortlichen in wochen- ja monatelanger Vorarbeit ausgedacht hatten, und was es nun wohl mit dem «Alten Chnoche» in sich habe. Allem schon die Bühnenausstattung mit der Höhle und dem prächtigen Hintergrund war eine Augenweide. Und das rund zweistündige Programm begeisterte die Anwesenden restlos.

Erstmals wagte sich die Neue Sektion 1990 an die Durchführung eines Länderspiels der Hallenhandballer. Am Pfingstsamstag spielten im Kultur-und Sportzentrum die Schweizer Junioren vor rund 400 Zuschauern gegen ihre Alterskollegen aus Österreich. Obschon das Regioturnfest im Stadion Sandgruben von unserer Schwestersektion organisiert wurde, verzichtete die Aktiv-riege auf eine Teilnahme. Da sich der Handball in den letzten Jahren immer mehr zu einem Ganzjahressport entwickelt hatte und die jungen Handballer immer weniger für andere Sportarten zu begeistern waren, entschloss man sich auf eine Beteiligung zu verzichten. Kurzfristig übernahmen die Handballer im August die Delegierten-Versammlung des Handballverbandes Nordwestschweiz. Tags darauf füllte sich der Schmittiplatz auch beim vierten NS-Sommerplausch wieder bis auf den letzten Platz.

Was am 27. April 1991 für alle Handballer zu einem Saisonabschluss-Festli hätte werden sollen, wurde im Schwingkeller des Fröschmatt-Schulhauses unverhofft zur Aufstiegsfeier für die erste Mannschaft.

Nachdem im Sommer 1990 der neue Trainer Karl Stöckli aus den damaligen A-Junioren nicht we-niger als sieben Spieler ins «Eins» einbaute, glaubte zu Beginn der Meisterschaft wohl nicht mancher dar-an, dass diese junge Mannschaft bereits im ersten Jahr den Sprung in die erste Liga schaffen würde. Und nachdem das erste Aufstiegsspiel vor eigenem Anhang in Pratteln verloren gegangen war, schien der Traum vom Aufstieg trotz des überlegen gewonnenen Gruppensiegs erst recht in weite Ferne gerückt. Doch im zweiten und alles entscheidenden Spiel in Frenkendorf holten die «Stöckli-Buben»den zwei Tore Rückstand auf und schafften den Aufstieg. Die gleichen Gründe wie beim Verzicht auf das Regio-Turnfest vor einem Jahr, dazu der hohe Festkarten-Preis, waren ausschlaggebend, dass das Eidgenös-sische Turnfest in Luzern nicht besucht wurde. «S Traumpaar» war am 23. November im KSZ zu Gast, doch es war nicht die bekannte Fernseh-Sendung. Die Verantwortlichen für den NS-Obe 1991 Hessen für die 500 Gäste einmal mehr ein tolles Programm über die Bühne rollen und gar schweben.

Nur zwei Wochen später begannen unter dem Vorsitz von Hans Meyer bereits die Vorarbeiten fürs Jubi-läum, 75 Jöhrli Turnverein Pratteln Neue Sektion. Der Vorschlag ein neues Vereinssignet entwerfen zu las-sen fand einhellig Zustimmung. Ebenso die Idee fürs Jubiläumsjahr Festwein mit einer speziellen Eti-kette anzufertigen. Im weiteren sollten sämtliche Anlässe im laufe des Jahres unter dem Motto «75 Jöhrli NSP» stattfinden. Damit das Vereinsjahr, sprich Rechnungsjahr, identisch mit der Handballsaison ab-geschlossen werden kann, wurde die Generalversammlung auf Mitte Juni verschoben. Mit Hans Mey-er jun. trat an der GV vom 19. Juni ein Turnkamerad aus dem Vorstand zurück, der über Jahre an vorderster Front dabei gewesen war. Während mehr als 20 Jahren amtete er als Kassier, seine Vor-standstätigkeit erstreckte sich auf über 25 Jahre. Am Bezirksturnfest in Frenkendorf vom 24. Juni beteiligte sich nur die Männerriege.

Das Spielen mit dem Ball in der Neuen Sektion

Schon früh nahm das Spielen mit dem Ball im Turnverein Neue Sektion eine wichtige Position ein. War es zu Beginn noch der grössere, der Korbball, der dominierte, so wurde in den frühen fünfziger Jahren im-mer mehr dem kleineren, dem Handball gefrönt. Nachdem 1948 auf Initiative der Gebrüder Max und Hans Weisskopf sowie des damaligen Oberturners Walter Itin eine Handballabteilung gegründet worden war, nahm ein Jahr später erstmals eine NS-Mannschaft an der Meisterschaft teil, und zwar im Feldhandball. Die Spieler der«ersten Stunde» waren Max und Hans Weisskopf, Walter Dill, Ruedi und Max Wagner, Max Mangold, Erhard Stingelin, Bruno Schäublin, Arthur Rossi, Fritz Frey-Oswald, Ruedi Weisskopf, Hugo Dill, Ernst Gogel und Mathias Haug. Das erste Mannschaftsdress wurde von der 1946 gegründeten «Gaudi»-Fasnachtsclique gestiftet, die dazugehörenden «Stulpen» wurden grosszügig von der Damenriege gestrickt! Die ersten Erfolge Hessen nicht lange auf sich warten. Nachdem man im Sommer im französischen Colmar an einem Feldhandballturnier teilgenommen hatte, liessen sich die NS-Handballer im Winter bereits zum ersten Mal als Kantonaler Hallenmeister feiern. Dies bedeutete gleich-zeitig auch den Aufstieg in die 1. Liga. Ein Jahr später gelang der Aufstieg im Feldhandball in die 2. Liga. Gespielt wurde damals auf der Spielwiese «Hexmatt».

Ins Jahr 1959 fiel, verbunden mit dem Aufstieg in die 1. Liga, der erstmalige Titel eines Regionalmeisters im Feldhandball. Trotz oder gerade wegen der Erfolge im aufkommenden Handball, gehörten die Turner der Neuen Sektion aber auch im damals noch weit mehr verbreiteten Korbball zu den führenden Teams im Kanton. Unzählige kantonale Titel sowohl im Sommer an den Kant. Spiel- und Stafettentagen, als auch im Winter an den Hal-lenmeisterschaften in der Militärhalle in Liestal sind Beweis dafür, dass das Spielen mit dem Ball in der Neuen Sektion einen hohen Stellenwert genoss.

Unvergessen bleiben sicher die grossen Rivalenderbys zwischen dem TV Frenkendorf und Pratteln NS. Mehrfach stellten beide Vereine je zwei Mannschaften, was nicht nur einmal zu Finalspielen NS 1 gegen NS 2 führte, so z.B. in den Jahren 1957 und 59. Dazwischen entschieden die Prattler den Final im Jahre 1960 gegen Erzrivale Frenkendorf zu ihren Gunsten, so dass sie den begehrten Wanderpreis nicht nur viermal hintereinander gewinnen konnten. Er blieb auch definitiv in Pratteln. Aber auch frühere NS-Mannschaften feierten im Korbball grosse Erfolge. So wurde die erste Mannschaft von 1929 bis 1934 insgesamt sechsmal hintereinander kantonaler Meister.

Der erste Titel eines Regionalmeisters im Feldhandball 1959 führte dazu, dass der Wunsch nach einem geeigneten Trainer immer lauter wurde. So wurde intensiv Ausschau gehalten nach einem Fachmann, der mit unserer Horde Original-Zitat aus dem NS-Turner – ein vermehrtes und leistungsbezogenes Trainingsprogramm durchführen sollte. Und siehe da, es gelang mit Leo Kühn einen ehemaligen Nationalmannschaftsspieler als Trainer zu gewinnen! Im Rahmen der Berner Hyspa-Ausstellung wurde 1961 ein Handball-Städte-Turnier ausgetragen. Für die Mannschaft Basel, die dieses Turnier vor St. Gallen gewann, wurden die beiden NS-ler Hansjörg und Peter Dürr aufgeboten. Sie hatten wesentlichen Anteil am Erfolg. Nur knapp verpasste die erste Mannschaft in der Saison 61/62 die Aufstiegsspiele zur Nationalliga B in der Halle. Nach einem Sieg gegen den ASV Grossbasel-Ost und einer Niederlage gegen ASV Kleinbasel hatten die Kleinbasler ein minim besseres Torverhältnis und schafften nach einem weiteren Erfolg gegen den Berner l.-Liga-Meister den Aufstieg. Nachträglich wurden die drei 1. Liga Gruppen-meister von Basel und Liestal, also auch die Neue Sektion dank einer neuen Gruppeneinteilung dennoch in die Nationalliga B promoviert.

Die erste Saison in der zweithöchsten Spielklasse der Schweiz beendete die Mannschaft nach einigem Bangen immerhin noch auf Platz fünf. Besser machten es da die A-Junioren, die erstmals in der Vereinsgeschichte den Meistertitel errangen. Die Saison 62/63 schloss die erste Mannschaft mit einem viel beachteten Turniersieg in Zürich ab.

Was die Junioren wegen einer knappen 7:8 Niederlage im Finalspiel knapp verpassten, nämlich den Meistertitel, erkämpften sich dafür die Senioren auf eindrückliche Art und Weise. Geschichte schrieben die Feld-handballer im Jahre 1964. Dank tollen Spielen und Siegen über Rotweiss und den Nat.-B-Club Biel er-reichte man die Achtelsfinals, wo man schliesslich in einem denkwürdigen Spiel dem Nat. A-Club Suhr unterlag.

Die Saison 65/66 bedeutete für die erste Mannschaft bereits wieder das Ende der Nationalliga B. Nachdem der Verband erneut eine Modusänderung vorgenommen hatte, mussten von sieben Mannschaften deren fünf in die neu geschaffene 1. Liga Interregional absteigen. Zu diesen zählte leider auch die Neue Sektion. Umso erfreulicher war dafür die Leistung der zweiten Mannschaft. Sie wurde überraschend 2.-Liga-Meister und blieb als einzige Mannschaft vom Abstieg verschont. Am Ostermontag 1966 wurde eine kombinierte Prattler Juniorenmannschaft AS/NS in Aarau Schweizer-Meister im Feldhandball.

Nur mit Mühe konnte im Frühjahr 1968 der Abstieg aus der 1. Liga von NS Eins verhindert werden. Wohl wurde die erste Partie der Meisterschaft gewonnen, doch dann reihte sich Niederlage an Niederlage. Dank drei Siegen m den letzten drei Spielen konnte der Ligaerhalt im letzten Moment noch gesichert werden.

«Musste das sein ?» lautete der Titel im «NS-Turner» nach dem Abstieg der ersten Mannschaft im Hallenhandball. Als letzter Baselbieter Vertreter musste im Frühjahr 1971 auch die Neue Sektion den bitteren Weg in die zweite Liga in Kauf nehmen. Nachdem das letzte Spiel gegen den BTV Aarau wegen eines Penaltys in der allerletzten Sekunde unentschieden geendet hatte, fehlte den Prattlern ein einziger Punkt zum Ligaverbleib. Nur fünf Punkte trennten in dieser Saison den Ersten vom Letzten. In den folgenden Jahren spielte man meist mit unterschiedlichem Erfolg in der zweiten Liga. Den immer wieder angestrebten Gruppensieg verpasste man aber noch und noch. Erst in der Saison 76/77 stellte sich der lang ersehnte Erfolg ein. Mit sieben Punkten Vorsprung wurde das Ziel Gruppensieger überlegen erreicht. Leider reichte es aber nicht zum Aufstieg in die 1. Liga Interregional. Nach Siegen über Borba Luzern und Wettingen ging die dritte Partie gegen Dietikon mit drei Toren verloren. Aus war der Traum vom Aufstieg. Von allen Spielen um Gruppensieg und Aufstieg ging ausgerechnet das dreizehnte und zugleich letzte verloren. Besser machte es die Mannschaft in der Sommermeisterschaft, die mit dem Titelgewinn abgeschlossen wurde.

Mit einem rauschenden Fest im Restaurant Salmen feierte die erste Mannschaft am 18. März 1978 den lang er-sehnten Aufstieg in die 1. Liga. Bis es allerdings so weit war, floss einiges an Angstschweiss. Siege gegen Ölten und Rotweiss Basel öffneten das Tor zum Aufstieg weit, doch dann folgte überraschend nur ein Unentschieden gegen das vermeintlich schwächste Team aus Olten. Jetzt war man auf die Schützenhilfe von Rotweiss im letzten Spiel gegen Wohlen angewiesen. Und die Basler taten der Neuen Sektion den Gefallen und besiegten die Aargauer, womit endlich gut wurde, was so lange gewährt hatte.

Da Pratteln ja nach wie vor nicht über eine Turnhalle verfügte, in der Handball gespielt werden konnte, muss-ten alle 1. Liga Heimspiele der ersten Mannschaft in Frenkendorf ausgetragen werden. Das hinderte das Team um Trainer Karl Stöckli aber nicht daran, die erste Saison mit dem ausgezeichneten zweiten Schlussrang abzuschliessen. Mit etwas Glück und vor allem weniger Verletzungspech hätte es sogar zum Aufstieg in die Nationalliga B reichen können. Nach einem Unterbruch von vier Jahren spielte in der Meis-terschaft 79/80 auch wieder eine Damenhandballmannschaft der Neuen Sektion mit.

Vor der Saison 82/83 machte der Regionale Handballverband wahr, was er schon lange angedroht hatte. Wer zu wenig Schiedsrichter stellte, dem wurden Teams gestrichen. Der Neuen Sektion kostete diese Mass-nahme des Verbandes die Spielberechtigung für drei Teams. Somit konnten die zweite und dritte Mannschaft sowie das Damenteam nicht mehr an der Meisterschaft teilnehmen. Auf Initiative von Hans-ruedi Dill wurde 1982 Mini-Handball eingeführt, was uns auf Anhieb viele handballbegeisterte Knaben und Mädchen brachte. Nachdem Trainer Kurt Bläuer die Handballer nach nur einer Saison wieder verlassen hatte, übernahm mit Kari Stöckli ein altbekannter die Mannschaft. Erstmals in der Vereinsgeschichte wur-de vor der neuen Saison ein zweitägiges Trainingslager durchgeführt. Das Datum vom 22. September 1984 wird auch für unsere Handballer bestens in Erinnerung bleiben, denn nach rund 30 Jahren Kampf um den Standort und Planung gaben die Prattler Stimmberechtigten endlich grünes Licht für eine Sporthalle.

Als eine der erfolgreichsten Saisons darf sicher die Handballmeisterschaft 85/86 gewertet werden. Die zweite Mannschaft stieg in die 2. Liga auf, die dritte wurde überlegen Regionalmeister in der 4. Liga, was gleichbedeutend war mit dem Aufstieg in die 3.Liga, und den Senioren reichte es zum Gruppensieg.

Ein Propaganda-Training mit dem Topskorer der Handballnationalmannschaft, Peter Weber, lockte im April 1986 rund 70 handballbegeisterte Knaben in die Fröschmatt-Turnhallen. Aber nicht nur die Jüngsten liessen sich vom Handball-Fieber anstecken. Die für die Meisterschaft 86/87 elf angemeldeten Mannschaften der Neuen Sektion bewiesen, dass das Spielen mit dem Handball auch bei uns immer be-liebter wurde. Leider standen aber der Erfolg des vergangenen Jahres und die grosse Beteiligung nicht im Einklang mit den Leistungen. Nach acht Jahren 1. Liga, musste nämlich am Ende der Saison die erste Mannschaft den bitteren Weg in die 2. Liga antreten. Da nützte auch ein vorzeitiger Trainerwechsel von Hansruedi Stoll zu Karl Stöckli nichts mehr. Dass der Abstieg nur ein halbes Jahr vor der Eröffnung des Kultur- und Sportzentrums beim Schloss Tatsache wurde, schmerzte doppelt.

Was die Aktiven in der folgenden Saison verpassten, den Wiederaufstieg in die 1. Liga, schafften die Jüngsten in etwas an-derer Form. Mit zwei Regionalmeister-Titeln und einem Gruppensieg gehörten die NS-Junioren zu den er-folgreichsten der Region. Am 1. Oktober 1988 war es dann soweit; erstmals konnten in Pratteln Handballspiele in der Halle ausgetragen werden. Nur eine Woche zuvor war das neue Kultur- und Sportzentrum feierlich eingeweiht worden. Nachdem es während zweier Saisons keine der beiden 2. Liga Mannschaften geschafft hatte, die Meisterschaft als Gruppensieger zu beenden, entschloss sich auf die Saison 90/91 Karl Stöckli erneut dazu, das Amt des Trainers zu übernehmen. Sein Ziel war klar: mit einer weitgehend neuen, aus eigenen Junioren gebildeten jungen Mannschaft, sollte ein Team heranwachsen, das den Wiederaufstieg in ein, zwei Jahren schaffen würde. Und was keiner zu Beginn für möglich gehalten hatte, wurde im April 1991 Tatsache: Aufstieg in die 1. Liga. Nachdem die Frage nach dem Gruppensieger praktisch schon bei Halbzeit der Meisterschaft zu Gunsten der jüngsten aller 2. Liga Mannschaften gefallen war, entschieden die NS-ler das zweite und entscheidende Aufstiegsspiel in Frenkendorf ebenfalls zu ihren Gunsten. Damit gehörte die Neue Sektion nach vier Jahren Unterbruch wieder der 1. Liga an. Doch auch die von Jörg Winkler trainierten C-Junioren schlössen die Meisterschaft hervorragend ab. Nach einem überlegen gewonnenen Regionalmeister-Titel scheiterten sie an den Schweizermeisterschaften nur ganz knapp und erreichten den ausgezeichneten zweiten Platz. Als Anerkennung für die tolle Leistung während einer ganzen Saison durften sie über Ostern an einem Internationalen Turnier in Verona teilnehmen.

Dass in all den Jahren, in denen das Spielen mit dem Ball in der Neuen Sektion immer beliebter wurde, von den verschiedenen Mannschaften unzählige Turniere besucht wurden und NS-Teams oft als Sieger heimkehrten, sei nicht unerwähnt. Alle aufzuzählen ist allerdings unmöglich. Erwähnt seien aber im-merhin die beiden Abstecher nach Chamonix in Frankreich, wo internationale Turniere mit recht gutem Er-folg bestritten wurden, oder im Jubiläumsjahr die Reise ins holländische Den Haag. Nicht vergessen wol-len wir auch die bis vor wenigen Jahren attraktiven Kantonalen Spiel- und Stafettentage, an denen NS Mannschaften unzählige Erfolge im Korbball feierten.

Das kulturelle und der Turnverein Neue Sektion

Praktisch seit Bestehen des Turnvereins Neue Sektion wird im zweijährigen Wechsel mit der Alten Sektion jeweils am Weissen Sonntag das Eierlesen durchgeführt. Dieser alte Dorfbrauch, der eigentlich nur in der Nordwestschweiz bekannt ist, bringt den Vereinen jeweils auch einen willkommenen Batzen in die Vereinskasse. Als der Engel-Saal noch stand und später auch in der Dorfturnhalle, wurde anschliessend an den sportlichen Teil kräftig das Tanzbein geschwungen.

Schon lange bevor es in Pratteln den heute überaus beliebten Fasnachtsumzug am Sonntagnachmittag gab, beteiligten sich Turner der Neuen Sektion am Fasnachtstreiben. Im Jahre 1946 gründeten Walter Dill, Fritz Frey, Edi Meyer und Walter Häring die «Gaudi-Clique» und zogen als Schnitzelbänkler nicht nur durch Pratteln, sondern auch durch die umliegenden Gemeinden. Seit der Einführung des Umzugs am Sonntag im Jahre 1966 gehört die nach wie vor aus Turnern der Neuen Sektion bestehende «Gaudi-Clique» zu den Grösseren und überrascht jedes Jahr mit ihren originellen Sujets. Bereits drei Jahre früher wurde die Idee von Mathias Haug und Ernst Gogel mit einem Maskenball am Samstag und einem Tanzabend am Sonntag in die Tat umgesetzt. Ein Anlass, der heute kaum mehr aus dem Jahresprogramm des Turnvereins – nicht nur wegen den finanziellen Auswirkungen für den Verein und aus dem Dorfgeschehen gestrichen werden kann. Bis zum Bau des Sport-und Kulturzentrums waren die alte Dorfturnhalle sowie die später im alten Schulhaus eingerichtete Bar an beiden Tagen zum bersten voll, das hat sich auch seit der Dislokation 1989 ins KSZ nicht geändert.

Ähnliches gilt in Bezug auf das Platzangebot auch für den NS-Obe. Bis zum Abbruch des Hotels «Engel» im Jahre 1958 musste er jeweils wegen der grossen Nachfrage zweimal durchgeführt werden. Er war «der Höhepunkt» im Vereinsgeschehen. Trotz des 14-jährigen Unterbruchs bis 1974 gelang es, mit dem Umzug ins Kirchgemeindehaus und unter völlige neuen Verantwortlichen, an die früheren Erfolge anzuknüpfen. Auch nach dem Wechsel 1989 ins grössere Kultur- und Sportzentrum reich-te das Platzangebot nicht aus, um allen Interessierten Einlass zu gewähren. Waren es im Engel Namen wie «Bibbi und Bobbi» die als Garant für den Erfolg gesorgt hatten, so sind heute vor allem Hans Wagner und Hans Meyer für das Programm verantwortlich.

Unter der glänzenden Regie und Leitung der beiden startete man 1974 mit «Traumstrasse der Welt». Zwei Jahre später inszenierten Hans und Hans das Märchen «Rumpelstilzli». Es folgten mit nicht weniger Begeisterung und Erfolg «Schloss Schauer-burg», «Isch’s wohr, scho 50 Johr?», «TV NS-Obe», «Nit ganz hundert», «Chlause-Obe», «Ä alte Chnoche» und schliesslich letztes Jahr «Traumpaar». Dass es nur noch im Zweijahres-Rhythmus zu einer Aufführung kommt, liegt einesteils an der Verfügbarkeit der Lokale, anderseits haben die Anforderungen für ei-nen Abend Dimensionen angenommen, die es schier verunmöglichen, alle Jahre ein Programm auf die Beine zu stellen. Nicht unerwähnt soll im Zusammenhang mit dem Vereinsabend die jeweils ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Damenturnverein und der Männerriege bleiben. Diese bestreiten einen we-sentlichen Teil des Programms.

Nach der Neugestaltung des Schmiedeplatzes kam bei einzelnen NS-lern die Idee auf, nebst Eierlesen, Fasnacht und Familienabend einen weiteren Aspekt ins Dorfle-ben einzustreuen. So wurde im Jahre 1987 erstmals ein Sommerplausch mit den «Steppin Stompers» auf dem herrlich gelegenen Platz durchgeführt. Der Grossaufmarsch der Prattler Bevölkerung bei der Premiere liess die Frage nach einer Wiederholung im kommenden Jahr schnell beantwortet. So ist dieser nach den Sommerferien beliebte Anlass heute ebenfalls zu einem festen Bestandteil im Veranstaltungskalender geworden. Viel zur guten Stimmung trägt sicher auch die Tatsache bei, dass die Akti-ven, sprich Handballer, an diesem Sommeranlass für den Service verantwortlich sind.

Die Männer- und Jugendriege in der Neuen Sektion

Die beiden Untersektionen Jugend- und Männerriege wurden im Jahre 1923 gegründet. Während sich die Jugi, die in ihrer Blütezeit anfangs der siebziger Jahre bis zu 80 Knaben umfasste, durch die Einführung des Juniorenhandballs 1971 praktisch selber auflöste und durch den Minihandball ersetzt wurde, ist die Männerriege vor allem bei den ehemaligen aktiven Turnern nach wie vor sehr beliebt. Durch den allgemeinen Wandel vom Turnen zum Handball fehlt ihr aber etwas der Nachwuchs, da die älteren Aktivhandballer eher zu den Senioren wechseln, als sich der Männerriege anzuschliessen.

Nachdem bereits kurz nach der Gründung in der Männerriege trotz verschiedener Schwierigkeiten, dank den Nachbarvereinen Äugst und Kaiseraugst dem Faustballspiel gefrönt werden konnte, dauerte es bis ins Jahr 1956, ehe die Austragung des ersten von der Neuen Sektion organisierten Faustballturniers auf der Spielwiese «Hexmatt» Tatsache wurde. Die grössten Erfolge der Faustballer – von 1957 – 1962 wurde man sechs Mal hintereinander Kantonaler Meister – liegen zwar schon etliche Jahre zurück. Dessen ungeachtet nimmt seit Jahren sowohl im Winter wie auch im Sommer immer eine Mannschaft an der Meisterschaft teil. Ausserdem gehören auch regelmässig Turnierbesuche ins Programm. In den letzten Jahren trat die Männerriege – nicht zuletzt dank der idealen Platzverhältnisse im «Stadion in den Sandgruben» – immer wieder als Organisator von Endrunden der Kantonalen Meisterschaft auf.

Vor allem wenn’s bei Anlässen ums Helfen ging, durfte die Stammsektion immer wieder auf die Männerriege zahlen. Sei es nun bei der Durchführung eines Bezirksanlasses oder des Maskenballs an der Fasnacht. Immer waren die treuen und zuverlässigen Männerturner zur Stelle, wenn Not am Mann war. Rund um die beiden Grossanlässe im Jahre 1981 und 1983 leisteten die Män-nerriegler zusammen mit Pensionierten unbezahlbare Arbeit. Selbstverständlich kommt aber auch die wöchentliche Turnstunde nicht zu kurz.

Das Mitmachen an Bezirks-, Kantonalen oder Eidgenössischen Turnfesten gehört ebenso zur Tradition, wie die Pflege der Geselligkeit, sei es in Form eines Familienausflugs oder auch des beliebten Sommerprogramms.

Nicht nur Turnen und Spielen….

Aber nicht nur Turnen und das Spielen mit dem Ball war im Turnverein Neue Sektion beliebt.

Vor allem in den fünfziger Jahren wartete eine damals starke Läufergruppe der Neuen Sektion bei den verschiedensten Anlässen mit ausgezeichneten Resultaten auf. Sei es als Mannschaft an Orientierungsläufen, sei es den damals äusserst beliebten Querrennen, oder an Staffelmeisterschaften. Aber auch an Einzelläufen wie Murten – Fribourg nahmen immer wieder Vertreter der Neuen Sektion mit recht grossem Erfolg teil. Traditionsgemäss wurde vor allem der Basellandschaftliche Waldlauf in der Hard von einer stattlichen Zahl NS-ler bestritten.

Seit über 30 Jahren ist die Bergturnfahrt ein fester Bestandteil des Jahresprogramms. Dabei werden immer wieder andere Gegenden der Schweiz besucht und während zweier Tagen, nebst einer längeren Wanderung auch die Geselligkeit und Kameradschaft gepflegt. Leider wurde die früher ebenfalls sehr beliebte Pfingstturnfahrt im Laufe der Jahre ein Opfer des immer gedrängteren Jahresprogramms. Das gleiche trifft auf die einst so beliebten Endturnen zu. Terminprobleme wegen der Handball-Meisterschaft der Aktiven und der Volleyball-Meisterschaft im Damenturnverein verunmöglichen eine Durchführung dieses Anlasses nahezu.

Geschichte Turnverein Pratteln Neue Sektion

Dieser historische Auszug aus der Geschichte des Turnverein Pratteln Neu Sektion ist aus der Jübiläumsschrift von H.P. Stauffacher entnommen.

Danke Hans-Peter

1917 – Warum ein zweiter Turnverein?

Über die Gründung des Turnvereins Pratteln Neue Sektion entnehmen wir den früheren Chroniken folgende Zeilen:

Am 3. Mai 1917 versammelten sich im Restaurant Landhof in Pratteln alle diejenigen Aktivmitglieder des Turnvereins Pratteln, die der festen Überzeugung waren, dass ein weiteres Verbleiben im Verein unter den herrschenden Zuständen unmöglich sei. Zu dieser Zusammenkunft wurden Turner, die bis dahin dem Turnverein Pratteln angehörten – Emil Meier, Hermann Fehlmann, Albert Haas und Karl Nebiker – eingeladen und um ihre Mithilfe bei der Gründung eines neuen Vereins angefragt. An jenem denkwürdigen Abend unterzeichneten 21 Aktive ein Austrittsbegehren, das dem Turnverein Pratteln zugestellt wurde. Die Beweggründe wurden wie folgt zusammengefasst: 1. Zwist und Uneinigkeit; 2. Inkollegialität unter den Mitgliedern von Seiten der Vorturner und Vorstandsmitglieder gegenüber den jungen Turnern; 3. Unkorrekte Behandlung sowie parteiisches Vorgehen gewisser Mitglieder gegenüber den Austretenden.

Auch andere Gründe, auf die wir hier nicht mehr näher eintreten möchten, waren ausschlaggebend für den Entschluss zur Gründung einer neuen Sektion. Als Gründungsdatum wurde der 3. Mai 1917 bestimmt. Der Grundstein war gelegt, und es galt nun, den neuen Turnverein Pratteln Neue Sektion in seinen Anfängen zu stärken und gegen Anfeindungen zu schützen.

In einer zweiten Versammlung vom 16. Mai 1917 wurde ein Initiativkomitee gebildet, welchem die Führung und die Interessenwahrung oblag. Diesem Komitee, bestehend aus den Turnkameraden Hermann Fehlmann, Albert Haas, Karl Stohler, Emil Meier, Karl Nebiker, Karl Weisskopf und Ernst Schneider, wurde denn auch die Vollmacht erteilt, alle Angelegenheiten zwischen dem Turnverein Pratteln und dem neugegründeten Turnverein zu regeln. Ebenfalls wurde diesem Gremium die Aufstellung von Vereinsstatuten übertragen.

Diese Krise im Prattler Turnwesen konnte natürlich nicht geheim gehalten werden, und gar bald verbreitete sich die Kunde wie ein Lauffeuer von Turner zu Turner, ja sogar von Gemeinde zu Gemeinde bis hinauf in den obersten Kantonsteil. Bald erhielt auch der Vorstand des Kantonalturnvereins Kenntnis von dieser Neuigkeit, und auf dessen Anregung hin wurde ein Einigungsversuch unternommen. Am 6. Juni 1917 fand diese Zusammenkunft statt, an welcher neben den Vertretern der beiden Turnvereine auch eine Delegation des Kantonalturnvereins teilnahmen. Aber auch diese Aussprache konnte keine Wiedervereinigung zustande bringen, und die Aufnahme des Turnvereins Pratteln Neue Sektion in den Kantonalturnverein erfolgte, trotz heftiger Gegenwehr des Turnvereins Pratteln und seiner Anhänger, am 9. September 1917 an der Delegiertenversammlung in Sissach. Mit der Aufnahme in den Kantonalturnverein war für den jungen Verein die Bahn frei, und tatkräftig wurde von jedem Einzelnen am Aufbau gearbeitet. Bereits im ersten Vereinsjahr stieg das turnerische Können merklich, und die Bevölkerung bezeugte dem Turnverein Pratteln Neue Sektion Sympathie. Auch die Mitgliederzahl stieg in dieser Zeit bereits erfreulich. Die turnerische Leitung lag damals in den Händen von Karl Weisskopf, der später durch seinen Bruder Arnold, dem langjährigen Oberturner des Turnvereins Pratteln, abgelöst wurde. Erster Präsident des TV Pratteln Neue Sektion war Turnfeund Hermann Fehlmann.

Die Gründer unseres Turnvereins

Bielser Eduard
Bielser Hans â€
Dill Fritz â€
Dill Gotthold â€
Fehlmann Hermann
Haas Albert
Helfenberger Emil
Itin Emil
Itin Hans
Jauslin Albert â€
Martin Hans â€
Meier Emil â€
Meier Karl â€
Nebiker Karl â€

Oberer Fritz â€
Oberer Gustav â€
Schäublin Gottlieb â€
Schwob Emil
Schwob Ernst
Schwob Karl
Schwob Walter â€
Stingelin Emil
Stingelin Ernst
Stohler Karl â€
Weisskopf Adolf â€
Weisskopf Arnold â€
Weisskopf Karl â€

 

Das Vereinsschiff auf seiner Fahrt von 1918-1967

1918 Dieses Jahr stand ganz im Zeichen des Weltkrieges, wobei zweimal Grippeepidemien auftraten, die sämtliche Versammlungen und Turnstunden verunmöglichten. Am Basellandschaftlichen Kantonalturntag in Pratteln trat die Neue Sektion erstmals vor die Öffentlichkeit. Mit 24 Mann zeigte der neue Verein bereits ansprechende Leistungen. Das war wohl der Grund, der die Mitgliederzahl bis Ende Jahr von 74 auf 110 ansteigen liess. Ein Notenblatt sah damals – verglichen mit heute – noch sehr bescheiden aus (siehe links).

Festkarte von 1918:

1919 In das dritte Vereinsjahr fällt die Übernahme des Bezirksturntages. Als Organisationspräsident amtete der Vereinspräsident Hermann Fehlmann. Aber auch die Beteiligung an anderen Anlässen – die vier durchgeführten Turnfahrten und die im Spätherbst abgehaltene turnerische Aufführung mit Theater – stellte an die Mitglieder grosse Anforderungen, die aber mit gutem Turnergeist bewältigt wurden.

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1920 Die stete Zunahme der Mitgliederzahl (Ende 1920 waren es 227) zeigte, dass der Turnverein Pratteln Neue Sektion den richtigen Weg eingeschlagen hatte. Der Aktivmitgliederbestand konnte auf 47 erhöht werden. So ist es denn nicht verwunderlich, dass der Oberturner mit diesen Turnbegeisterten am Kantonalen Turnfest in Liestal den Lorbeerkranz erkämpfte. Dazu kamen noch 9 Einzelkränze! In diesem Jahr setzten sich die Aktiven auch für die Anschaffung eines Vereinsbanners ein. Es wurde eine Fahnenfondskommission bestimmt, und eine Sammlung unter der Bevölkerung brachte in kurzer Zeit die nötigen Mittel zusammen. Nach einem Entwurf von Ernst Rieder wurde die Fahne dann durch die Firma Mad. Schöftlin in Basel geschaffen.

1921 Fahnenweihe des Turnvereins Pratteln Neue Sektion wurde auf den 24. April festgelegt. Zugleich fand ein Be-zirks-Rangschwinget statt, auch diesmal wieder unter dem Präsidium von Hermann Fehlmann. Nebst anderen Anlässen wurden ein Turnfest in Hüningen (Elsass) sowie das Bezirksturnfest in Seltisberg besucht.

 

1922 Einen ersten Höhepunkt erlebte der junge Turnverein mit dem Besuch des 57. Eidgenössischen Turnfestes in St. Gallen, von welchem er wiederum lorbeergeschmückt heimkehrte. Die Einzelturner standen der Sektion nicht nach und zeichneten sich an verschiedenen Anlässen aus. Neben dieser grossen Arbeit organisierte der Verein noch das Kantonale Schwingfest, das einmal mehr von Hermann Fehlmann präsidiert wurde.

1923 Mit Genugtuung darf festgestellt werden, dass der Name Neue Sektion überall guten Anklang gefunden hat, nicht zuletzt dank der guten Leistungen und der vorbildlichen Führung. Das Kantonale Turnfest in Muttenz brachte einen weiteren Lorbeerkranz. Sehr erfolgreich waren auch hier wieder die Einzelturner, die 5 Kränze und 6 Zweige erkämpften.
Ins gleiche Jahr fällt auch die Gründung der Männer- und der Jugendriege, obwohl der Gründung der letzteren von selten des Gemeinderates verschiedene Schwierigkeiten gemacht wurden.

1924 In diesem Jahr wurde die Vereinsleitung erstmals umgestellt; der Oberturner Arnold Weisskopf wurde durch Emil Itin abgelöst. Unter der neuen Leitung wurde das Baselstädtische Kantonalturnfest besucht, und auch hier konnte sich der Verein wieder unter die Lorbeergeschmückten reihen. Natürlich gingen auch die Einzelturner nicht leer aus.

1925 Das neunte Vereinsjahr brachte das 58. Eidgenössische Turnfest in Genf, das der Neuen Sektion einen weiteren Erfolg und wiederum den Lorbeerkranz einbrachte. Die Mitgliederzahl konnte weiter erhöht werden; sie betrug Ende Jahr 238.

1926 Intensiver Turnstundenbetrieb zu Beginn des Jahres liess auf eine sorgfältige Vorbereitung auf das Kantonale Turnfest in Gelterkinden schliessen. Durch die Hochwasserkatastrophe vom 26. Juni jedoch wurde diese Hoffnung zunichte gemacht, sagte doch die Kantonsregierung in der Folge sämtliche Anlässe ab. Auch auf den Turnstundenbesuch hatte dieses Ereignis einen nicht geringen Einfluss, sank doch das Interesse bei einem Grossteil der Turner auf ein Minimum, und der Turnstundenbetrieb musste für einige Zeit sogar ganz eingestellt werden.

1927 Der Besuch des verschobenen Kantonalturnfestes beider Basel in Gelterkinden gestaltete sich wiederum recht erfolgreich. Neben dem Sektions-Lorbeerkranz errangen die Einzelturner noch 3 Kränze und 4 Zweige. Ende des Jahres fand ein Familienabend, verbunden mit einer kleinen Feier zum zehnjährigen Bestehen des Vereins, statt.

 

1928 Der Oberturner Emil Itin übergab sein verantwortungsvolles Amt seinem Bruder Walter Itin. Unter dessen Leitung besuchte der Verein das 59. Eidgenössische Turnfest in Luzern, von wo er wiederum mit dem Lorbeerkranz heimkehrte. Auch die Einzelturner sorgten an vielen Anlässen für erfreuliche Resultate.

1929 Da in diesem Jahr kein Turnfest stattfand, organisierte unser Verein den Kantonalen Kunstturnertag. Wieder konnte als Organisationspräsident Hermann Fehlmann gewonnen werden. Neben den Einzelturntagen und diversen Turnfahrten fand wieder ein Familienabend statt.

1930 Das Jahr 1930 ist ein weiterer Markstein in der Geschichte des Vereins, brachte es doch die Gründung des Damenturnvereins. Ein weiteres wichtiges Ereignis war der Be-schluss, von diesem Jahr an ein Vereinsblatt herauszugeben. Als Redaktor wurde Willy Döhnel bestimmt. Zu erwähnen wäre noch der Besuch des Bezirksturnfestes in Seltisberg.

 

1931 Nicht zuletzt dem tüchtigen Oberturner Walter Itin war es zu verdanken, dass die Sektion am Kantonalen Turnfest beider Basel in Birsfelden mit 64 Mann erstmals in der 1. Kategorie starten konnte. Der Lorbeerkranz war auch hier die Belohnung für vorangegangene Mühe. Je 4 Kränze und Zweige errangen die Einzelturner.

1932 Auch am 60. Eidgenössischen Turnfest in Aarau gelang es dem unermüdlichen Oberturner, die Neue Sektion zum sicheren Erfolg und damit zum verdienten Lorbeerkranz zu führen. Der Damenturnverein – unter der Leitung von Hans Schemmer – beteiligte sich ebenfalls am Frauenturntag in Aarau.

1933 Das neue Vereinsjahr brachte unserem früheren Oberturner und Präsidenten Arnold Weisskopf viel Ehre. Der Kantonalturnverein nahm unser verdientes Mitglied in die Garde der Ehrenmitglieder auf. Der Turnverein Neue Sektion ernannte Nöldi zu seinem Ehrenpräsidenten. – An turnerischen Anlässen sind zu erwähnen: der Besuch des Bezirksturnfestes in Ziefen und die Organisation des Kantonalen Spiel- und Stafettentages.

 

1934 Auch dieses Jahr war in jeder Beziehung ein voller Erfolg für die Neue Sektion. Am Bezirksturnfest in Lausen erreichte die Sektion in der 3. Kategorie den 1. Rang, und am Kantonalen Turntag schnitten die Kunstturner ebenfalls sehr erfolgreich ab. Im Juli führte die Neue Sektion den Kantonalen Leichtathletentag durch. Infolge Wegzug des Redaktors ging leider das Vereinsorgan wieder ein. Für seine grossen Verdienste um die Turnerei wurde Oberturner Walter Itin vom Bezirksturnverband zum Ehrenmitglied ernannt.

1935 Das Hauptereignis dieses Jahres war zweifellos das Kantonale Turnfest beider Basel in Basel. Unter der straffen Leitung des Oberturners reichte es auch hier wieder zum begehrten Lorbeer. Zudem stellten die Einzelturner noch 5 Kranz- und 2 Zweiggewinner. Dieser Erfolg war wieder ein Beweis für den guten Kameradschaftsgeist in der Neuen Sektion.

1936 Der gute Geist im Verein wirkte sich auch in diesem Jahr sehr gut aus. Lorbeergeschmückt kehrten unsere Turner vom 61. Eidgenössischen Turnfest in Winterthur nach Hause zurück, wo auch die Passivmitglieder grossen Anteil am Erfolg bekundeten.

1937 Die Durchführung der zweiten Runde der Schweizerischen Gerätemeisterschaft bildete das einzige nennenswerte Ereignisse dieses Jahres.

1938 Der Erfolg, welchen der Verein mit der Durchführung des Kantonalen Leichtathletentages errang, hatte zwei Seiten. Während der moralische Erfolg in allen Teilen gut war, blieb der finanzielle – bedingt durch die Wetterunbill – weit hinter den Erwartungen zurück. OK-Präsident dieses Anlasses war der damalige Vereinspräsident Karl Bestie. – Der Turnverein bestritt noch das Bezirksturnfest in Bubendorf und konnte sich in den vorderen Rängen klassieren.

1939 Das Kantonale Turnfest beider Basel in Sissach bewies einmal mehr, was Einigkeit und Eintracht zu leisten imstande sind. Mit einer sehr guten Punktzahl holte sich die Neue Sektion in der 1. Stärkeklasse den verdienten Lorbeerkranz. Zudem konnte ein Einzelturner mit dem Kranz ausgezeichnet werden.

1940 Die Folgen des Krieges gingen auch am Turnverein Neue Sektion nicht spurlos vorüber. Einmal litt der Turnbetrieb infolge Belegung der Turnhalle durch die Grenzbesetzungstruppen schwer, ein andermal durch die Generalmobilmachung, bei der ein Grossteil der Turner eingezogen wurde. Das hatte eine zeitweilige völlige Lahmlegung des Turnbetriebes zur Folge. An die Durchführung von Anlässen konnte während dieser Zeit überhaupt nicht gedacht werden.

1941 Das noch immer währende Völkerringen wirkte sich wiederum erschwerend auf den Turnbetrieb aus. Deshalb konnte auch in diesem Jahr an keine grössere Vereinstätigkeit gedacht werden. Neben der Durchführung des Frühjahrs-Rangschwinget des Bezirks-Schwingklubs Liestal – das OK wurde von Ehrenpräsident Arnold Weisskopf präsidiert – besuchte die Neue Sektion das Bezirksturnfest in Lupsingen, aus dessen zweiteiligem Wettkampf sie wiederum recht erfolgreich hervorging.

1942 Zwei Grossanlässe übertrafen alle anderen Ereignisse zu Beginn der zweiten 25 Jahre. Zum ersten organisierte die Neue Sektion das Basellandschaftliche Kantonalschwingfest, wobei Ehrenmitglied Hans Stingelin als OK-Präsident amtete. Zweitens fand in Liestal der Kantonale Sektionsturntag statt, welcher für unseren Verein einen weiteren Lorbeerkranz einbrachte.

1943 Trotz dem immer noch andauernden Kriege konnte sich unser Turnverein mit grossem Erfolg am Kantonalturntag in Pratteln beteiligen. Denn neben dem Sektionslorbeer verzeichnete die Neue Sektion gleich noch je 4 Kranz- und Zweiggewinner.

1944 Mehr Schwierigkeiten als im Vorjahr bot die Zusammenstellung einer Festsektion für das Kantonalturnfest in Basel. Hier ereignete sich noch ein recht lustiges Erlebnis: Das Vereinsbanner musste nämlich aufgefrischt werden, war jedoch bis zum Turnfest noch nicht fertig. So zog denn die Neue Sektion nur mit der Fahnenstange los, konte jedoch am Abend trotzdem mit der lorbeergeschmückten Fahne heimkehren, denn diese war im Laufe des Tages ans Fest geliefert worden.

1945 Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges normalisierte sich auch der Turnstundenbetrieb wieder. Das kam denn auch am Bezirksturnfest in Lupsingen deutlich zum Ausdruck, wo unsere Turner in der 2. Stärkeklasse den 2. Rang belegen konnten. Auch die Einzelturner schnitten an den verschiedenen Einzelturntagen recht erfolgreich ab.

1946 Reger Turnbetrieb herrschte auch zu Beginn dieses Jahres, galt es doch, sich für das Kantonalturnfest beider Basel in Aesch zu rüsten. Die Anhänger der Neuen Sektion wurden auch hier nicht enttäuscht. Neben dem Sektionslorbeer brachten die NSLer auch etliche Einzelkränze mit nach Hause. Ein Familienabend beschloss dieses erfolgreiche Vereinsjahr.

1947 Wieder waren es zwei Ereignisse, die das Jahr 1947 beherrschten. Unser Oberturner Walter Itin trat nach zwanzigjähriger Tätigkeit von seinem Amt zurück. Diesen Entschluss bedauerten besonders jene, die mit Freund Walter manchen Sturm im Turnverein durchgestanden hatten. – Im weiteren stand das 62. Eidgenössische Turnfest in Bern bevor. Mit einer sehr gut vorbereiteten Sektion, die dann auch am Fest erfolgreich abschnitt, gab Walter Itin seinen Abschied.

1948 Was bisher stets auf Schwierigkeiten gestossen war, wurde endlich Tatsache: Die Neue Sektion gründete eine Mädchenriege, die sich bald einmal einer grossen Beliebtheit erfreute. Unter der neuen Leitung von Max Wagner besuchte die Sektion den Bezirksturntag in Ziefen. Eine Rangierung der Sektionen gab es hier nicht; es wurde lediglich eine Viereckstafette ausgetragen.

1949 Der Handballsport setzte sich in den Turnvereinen immer mehr durch, und auch die Neue Sektion gründete unter der Initiative von Walter Itin und der Brüder Max und Hans Weisskopf eine Abteilung Handball. Neben dem Bezirksturnfest, das sechs Einzelauszeichnungen einbrachte, organisierte unser Verein einen Propa-ganda-Turntag, dem ein schöner Erfolg beschieden war. – In diesem Jahr waren es auch 50 Jahre, seitdem unser Ehrenpräsident Arnold Weisskopf die Turnerlaufbahn begonnen hatte. 50 Jahre Aktivturner! Das ist sicher ein recht seltenes Jubiläum.

1950 Der Stammsektion wurde in diesem Jahr eine weitere Untersektion angegliedert. Die Gründung der Frauenriege stellt einen weiteren Markstein in der Geschichte unseres Vereins dar. Trotz diesem Ereignis litten die Vorbereitungen für das Kantonalturnfest beider Basel auf der Schützenmatte in Basel keineswegs. Unsere Turner erreichten in der 2. Stärkeklasse den ausgezeichneten 3. Rang. Hinzu kamen noch drei Einzelauszeichnungen. In diesem Jahr fand noch die Fahnenweihe der Jugendriege statt.

1951 Im Mittelpunkt stand natürlich das 63. Eidgenössische Turnfest in Lausanne, welches den Höhepunkt dieses Janres bedeutete. Die gut vorbereitete Sektion konnte sich auch hier den Goldlorbeer ans Vereinsbanner heften lassen. Verschiedene Einzelturntage und der Familienabend rundeten das Vereinsjahr ab.

1952 Weniger ereignisreich verlief das Jahr 1952. In Augst trafen sich die Sektionen des Bezirks Liestal zum Bezirksturntag. Wiederum erfolgte keine Rangierung, jedoch wurde ein Sektions-Stafettenlauf durchgeführt

1953 Etwas mehr Abwechslung brachte dieses Jahr. Zwei Anlässe wurden von der Neuen Sektion organisiert: der Kantonale Jugendriegentag auf der Hexmatt sowie die Turnveteranentagung auf dem „Geisswald“. Weiter nahm die Sektion am Bezirksturnfest in Bubendorf teil, das unter der neuen Leitung von Fritz Kirchmeier die zweithöchste je erreichte Punktezahl einbrachte.

1954 Operturner Fritz Kirchmeier hatte sich auch für das Basellandschaftliche Turnfest in Muttenz viel vorgenommen, weshalb die Vorbereitungen schon bald auf vollen Touren liefen. Der 5. Rang in der 2. Stärkeklasse war die wohlverdiente Entschädigung für den grossen „Festkrampf“. In den Einzelranglisten finden wir ebenfalls zwei Turner der Neuen Sektion unter den Ausgezeichneten. Überhaupt buchten die Einzelturner in diesem Jahr schöne Erfolge.

1955 Hauptereignis im neuen Vereinsjahr bildete zweifellos das 64. Eidgenössische Turnfest in Zürich. Wiederum wurde schon früh mit den Vorarbeiten begonnen, und die Bemühungen wurden denn auch mit dem Goldlorbeer belohnt. – Der Bezirksturnver-band Liestal feierte in diesem Jahr sein 5O jähriges Bestehen, und unser Turnverein übernahm die Organisation des Jubiläums auf dem „Geisswald“.

1956 Unser Oberturner Fritz Kirchmeir wurde von Christian Hofmänner abgelöst. Unter dem Präsidium von Ehren-mitglied Walter Itin führte die Neue Sektion auf der Hexmatt den Be-zirksturntag durch. Die NSIer beteiligten sich hier nicht an den Wettkämpfen. – Für viele unfassbar war der Hinschied unseres Ehrenpräsidenten Arnold Weisskopf. Ein grosser Turner und Förderer des Turnwesens hatte für immer die Augen geschlossen. Die ganze Turnerschaft orwies ihm die letzte Ehre.

1957 Das Bezirksturnfest in Füllinsdorf brachte der Neuen Sektion unter der neuen Leitung den ehrenvollen zweiten Rang ein sowie acht Einzelauszeichnungen. In Zusammenarbeit mit dem Jodlerklub und dem Schwingklub organisierte unser Verein das Nordwestschweizerische Schwingfest auf der Hexmatt. Dieser Anlass, dem sowohl ein moralischer als auch ein finanzieller Erfolg beschieden war, wurde von unserem Passivmitglied Paul Dobler präsidiert.

1958 Gute Kameradschaft und gewissenhafte Vorbereitung bildeten die Grundlage für den Erfolg am Kantonalen Turnfest beider Basel in Liestal. Zwei Einzelturner errangen an diesem Anlass die begehrte Auszeichnung, aber auch an anderen Anlässen konnte manche gute Leistung verzeichnet werden.

1959 Die Abteilung Handball feierte ihr zehnjähriges Bestehen. Zum zweiten Mal wurde die Gründung eines Vereinsblattes beschlossen. Egon Übersax zeichnete als Redaktor des „NS-Turners“ verantwortlich. Wichtigstes Ereignis war jedoch das 65. Eid-genösssiche Turnfest in Basel. Mit etwas Pech wurde die erhoffte Punktzahl nicht ganz erreicht, was jedoch die Festfreude nicht trüben konnte.

1960 Unser Ehrenmitglied Walter Martini wurde vom Bezirksturnverband zum Ehrenmitglied ernannt. – Die Sektion besuchte den Bezirksturntag in Seltisberg und nahm an der Kantonalturnfahrt auf den Wisenberg teil. Am 3. Dezember organisierte die Neue Sektion in Verbindung mit dem Nationalturnverband in der Turnhalle den Ringermatch Baselland-Aargau.

1961 Das Geschehen im neuen Vereinsjahr richtete sich ganz auf das Bezirksturnfest in Lausen. Gute Rangierung und acht Einzelauszeichnungen waren das Resultat der gewissenhaften Vorbereitungen. Auf der Hexmatt organisierte unser Verein den Ringertag beider Basel. OK-Präsident war wiederum Ehrenmitglied Walter Itin, während unser Ehrenmitglied und heutige Stadtpräsident Walter Kohler das Ehrenpräsidium inne hatte. – An der Generalversammlung wurde Walter Itin unter grossem Beifall zum zweiten Ehrenpräsidenten der Neuen Sektion ernannt.

 

1962 Ein Markstein in der Prattler Geschichte bildete in diesem Jahr die Einweihung und Inbetriebnahme der Schwimmbad- und Sportplatzanlage „In den Sandgruben“, die ihresgleichen im Kanton sucht. Am 23.724. Juni besuchten unsere Turner das Kantonalturnfest beider Basel auf der Schützenmatte in Basel, und 14 Tage später nahmen sie am Thurgauischen Kantonalturnfest in Frauenfeld teil. Von beiden Anlässen kehrte unsere Vereinsfahne mit Goldlorbeer geschmückt nach Hause.

1963 Das 66. Eidgenössische Turnfest in Luzern stand vor der Tür. Ohne Fleiss kein Preis! Das war wiederum die Devise der NSIer. Auch von diesem glanzvollen Fest kehrten unsere Turner mit dem Goldlorbeer zurück. – Zugunsten des Ski- und Berghauses in den Flumserbergen, das aus Anlass des 100jährigen Bestehens des Kantonalturnvereins Baselland (1864-1964) gebaut werden sollte, organisierten die Turnvereine Alte und Neue Sektion gemeinsam ein Fest in der Turnhalle, das einen ansehnlichen Reingewinn abwarf.

1964 Da sich für die Durchführung der Bezirksturntage keine Organisatoren finden Messen, sah sich der Kantonalturnverein genötigt, eine Kantonalturnfahrt in Form einer Sternfahrt auszuschreiben. Auf dem schönen Stadion führte die Neue Sektion gleich zwei Anlässe durch, nämlich die Kantonalen Leichtathletik-Einkampfmeisterschaften und den Kanotnalen Spiel- und Stafettentag.

1965 Am Bezirksturnfest in Lupsingen erzielte die Neue Sektion die höchste Punktzahl, die seit Bestehen des Vereins je erreicht wurde! Mit Genugtuung darf also festgestellt werden, dass unser Verein auf dem richtigen Weg ist. Auf dem Stadion führten wir noch die antonalen Einkampfmeisterschaften durch.

1966 Viel Arbeit gab es auch in diesem Jahr zu bewältigen. Im Frühling wurden die Vorbereitungen für das Kantonalturnfest in Münchenstein aufgenommen, wobei sich das erzielte Resultat wiederum sehen lassen durfte. Bereits ein paar Wochen nach diesem Fest führte die Neue Sektion auf dem „Geisswald“ den Ringertag beider Basel durch, wobei Ehrenmitglied Fritz Mangold mit dem K-Präsidium betraut wurde. Im September übertrug die Spielkommission des KTV Baselland wiederum die Organisation des Spiel- und Stafettentages unserem Turnverein.

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Die Turnfeste im Spiegel der Zahlen

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Jahr  Punkte
1918 Kantonalturntag in Pratteln 93.00*
1920 Kantonalturnfest in Liestal 141.30
1921 Bezirksturnfest in Seltisberg ?
1921 Gauturnfest in Hüningen (Elsass) 149.25
1922 Eidgenössisches Turnfest in St. Gallen 140.50
1923 Kantonalturnfest in Muttenz 141.75
1924 Baselstädtisches Turnfest in Basel 140.00
1925 Eidgenössisches Turnfest in Genf 139.83
1927 Kantonales Turnfest beider Basel in Gelterkinden 141.62
1928 Eidgenössisches Turnfest in Luzern 139.65
1930 Bezirksturnfest in Seltisberg ?
1931 Kantonaturnfest beider Bael in Birsfelden 139.08
1932 Eidgenössisches Turnfest in Aarau 140.90
1933 Bezirksturnfest in Liestal ?
1934 Bezirksturnfest in Lausen 125.45**
1935 Kantonalturnfest beider Basel in Basel 123.05**
1936 Eidgenössisches Turnfest in Winterthur 141.20
1938 Bezirksturnfest in Bubendorf 133.63***
1939 Kantonalturnfest beider Basel in Sissach 141.83
1941 Bezirksturnfest in Lupsingen 95.90*
1942 Kantonaler Sektionsturntag in Liestal 143.90
1943 Kantonalturntag in Pratteln 143.36
1944 Baselstädtisches Turnfest in Basel 141.85
1945 Bezirksturnfest in Lupsingen 144.50
1946 Kantonalturnfest beider Basel in Aesch 141.20
1947 Eidgenössisches Turnfest in Bern 143.10
1948 Bezirksturntag in Ziefen Viereckstafette 4. Rang
1949 Bezirksturnfest in Seltisberg 140.30
1950 Kantonalturnfest beider Basel 144.09
1951 Eidgenössisches Turnfest in Lausanne 143.38
1952 Bezirksturntag in Augst Stafettenlauf 4. Rang
1953 Bezirksturnfest in Bubendorf 145.26
1954 Kantonalturnfest in Muttenz 142.50
1955 Eidgenössisches Turnfest in Zürich 143.10
1957 Bezirksturnfest in Füllinsdorf 142.61
1958 Kantonalturnfest beider Basel in Liestal 143.75
1959 Eidgenössisches Turnfest in Basel 141.94
1961 Bezirksturnfest in Lausen 142.95
1962 Kantonalturnfest beider Basel in Basel 143.85
1962 Thurgauer Kantonalturnfest in Frauenfeld 144.46
1963 Eidgenössisches Turnfest in Luzern 144.39
1965 Bezirksturnfest in Lupsingen 145.95
1966 Kantonalturnfest in Münchenstein 142.57

* Maximum 100 Punkte ** Maximum 130 Punkte *** Maximum 140 Punkte

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Und ausserdem …

Neben den vorstehend gestreiften Anlässen war auch sonst noch allerhand los im Turnverein Neue Sektion.

Ihrem Ruf als Spielsektion wurde die Neue Sektion immer wieder gerecht. Die Handballer konnten sich im Feldhandball bis in die 1. Liga hinauf arbeiten. Im Hallenhandball reichte es sogar bis zur Nationalliga B, also zur zweithchsten Spielklasse unseres Landes. Leider musste die Mannschaft vor zwei Jahren wieder in die 1. Liga absteigen. Auch nahmen unsere Leute am Handballcup mehrmals mit mehr oder weniger Erfolg teil. Verschiedene Turniere wurden von der Neuen Sektion gewonnen. Korbball wurde bei uns immer gross geschrieben. Erwähnen wir nur die Jahre 1929 – 1934, als die erste Mannschaft sechsmal hintereinander kantonaler Korbballmeister wurde. Aber auch die ältere Generation setzte die Tradition fort. Von 1958 – 1962 gewannen die NSIer fünfmal den Titel eines Hallenkorbballmeisters. Auch im Feld reichte es mehrmals zu Meisterehren.

In den letzten zehn Jahren wurde auch immer eine Bergturnfahrt organisiert, wobei verschiedene Gegenden der Schweiz kennengelernt wurden. An diesen Turnfahrten wurde auch die Kameradschaft zwischen den Aktiven und den Untersektionen gefördert.

Aber auch die traditionelle Pfingstturnfahrt möchten wir sicher nicht mehr missen, bringt sie doch jedes Jahr alt und jung der NS zusammen. An den Kantonalturnfahrten beteiligte sich die Neue Sektion immer, wobei die Beteiligten die Schönheiten unseres lieben Baselbietes geniessen konnten.

Sehr bekannt und beliebt waren die NS-Familienabende, die alljährlich bis zum Abbruch des Hotels «Engel» im November/Dezember über Bretter rollten. Seiner grossen Beliebtheit wegen mussten jeweils zwei Aufführungen gestartet werden. Diese Familienabende vermisst man heute sehr, haben sie doch die grosse NS-Familie wenigstens einmal im Jahr zusammengeführt.

Um aber seinen Angehörigen wieder etwas zu bieten, führt der Turnverein Neue Sektion seit dem Jahre 1963 an der Fasnacht den grossen NS-Maskenball durch, wobei sich unsere Turnhalle immer als zu klein erweist.

In zweijährigem Turnus mit der Alten Sektion führt die NS jeweils am Weissen Sonntag den «Eierleset» durch, welcher als alter Dorfbrauch bis heute erhalten geblieben ist.

Schliesslich wären noch die Endturnen zu erwähnen, die unser Verein jedes Jahr zusammen mit den befreundeten Sektionen Arisdorf, Augst und Giebenach im Stadion «In den Sandgruben» durchführt. Alt und jung misst sich da in fröhlichem Wettkampf, wobei es jeweils weniger um den Rang als ums Mitmachen überhaupt geht

Die Ehrenmitglieder des Turnvereins Neue Sektion

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   Ernennung
†Weisskopf Arnold Ehrenpräsident 1933 – 1956 1918
 Fehlmann Hermann  1921
 Stingelin Hans  1924
†Stohler Karl  1925
 Itin Emil  1928
†Siegrist Jean  1930
 Haas Albert  1931
†Weisskopf Adolf  1931
†Meier Emil  1933
†Weisskopf Heinrich  1934
†Schwald Gustav  1934
 Itin Walter Ehrenpräsident seit 1961 1936
 Mohler Karl  1943
 Bestie Karl  1943
 Kohler Walter  1944
 Martini Walter  1945
 Schwob Hans  1946
†Dill Walter  1947
†Aerni Ernst  1947
 Meier Eduard  1948
 Mohler Hermann  1956
 Thommen Walter  1956
 Kirchmeier Fritz  1956
 Stingelin Erhard  1958
 Weisskopf Rudolf  1958
 Gogel Ernst  1960
 Magold Fritz  1961
 Uebersax Walter  1961
 Dürrenberger Willy  1961
 Straumann Hans  1962

Unsere Präsidenten von 1917-1967

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 Fehlmann Hermann 1917 – 1921
 Weisskopf Arnold 1922 – 1923
 Fehlmann Hermann 1924 – 1925
 Weisskopf Heinrich 1926 – 1927
 Weisskopf Arnold 1928 – 1929
 Fehlmann Hermann 1930 – 1932

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Mohler Karl 1933 – 1935

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Itin Emil 1936 – 1937

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Bestie Karl 1938

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Kohler Walter 1939 – 1943

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Vogel Emil 1944 – 1945

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Richert René 1946
 Stingelin Erhard 1947 – 1950

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Martini Walter 1951 – 1955
 Mangold Fritz 1956 – 1961
 Gogel Ernst 1962

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Stork Leo 1963 – 1965
 Dill Kurt 1966

Unsere Oberturner von 1917 – 1967

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Weisskopf Arnold 1917 – 1923
Itin Emil 1924 – 1927
Itin Walter 1928 – 1947
Wagner Max 1948 – 1952
Kirchmeier Fritz 1953 – 1955
Hofmänner Christian 1956 – 1959
Dill Kurt 1960
Hofmänner Christian 1961 – 1967

Der Vorstand im Jubiläumsjahr

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Präsident: Â Dill Kurt
Vizepräsident: Â Mangold Fritz
Oberturner: Â Hofmänner Christian
Vizeoberturner: Â Dürr Peter
1. Sekretär: Â Stöckli Karl
2. Sekretär: Â Gogel Ernst
Cheffkassier: Â Thommen Walter
1. Kassier: Â Meyer Hans
2. Kassier: Â Strub Max
Materialverwalter: Â Mangold Peter
Redaktor: Â Stauffacher Hanspeter
Beisitzer: Männerriege: Degen Emil
 Handball: Dürr Hansjörg
 Jugendriege: Weisskopf Richard