Traurige Nachricht
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Nachruf für Werner Bürki

Noch immer ist es für uns kaum fassbar, dass Werner Bürki nicht mehr unter uns ist. Er hat den Kampf gegen seine schwere Krankheit verloren. Immer wieder war er voller Hoffnung, wenn ihm seine Aerzte einen kleinen positiven Lichtblick gegeben haben. Diese Hoffnungen haben sich leider nicht erfüllt. So hat er am Morgen des 2. Juli friedlich einschlafen dürfen.

Wir verlieren mit ihm einen lieben Freund, einen langjährigen Turnkameraden und einen engagierten „Stäcklibueb“.

Während mehr als 40 Jahren hat er sich in der Männerriege des TV NS in Pratteln engagiert und die Turnstunden trotz seinem zwischenzeitlichen Umzug nach Basel – wenn immer möglich – trotzdem besucht. Auch das anschliessende Zusammensein hat ihm sehr viel bedeutet, obwohl er jeweils zu später Stunde noch mit dem Velo heim, nach Basel fahren musste. Sein grosses und umfassendes Wissen, das er sich aus vielen Büchern angeeignet hatte und seine vielseitigen Interessen führten immer wieder zu interessanten Diskussionen. Diese haben auch viel dazu beigetragen, den Menschen ‚Werner Bürki‘ besser kennen zu lernen.

Und wenn bei einem Anlass helfende Hände gesucht wurden, durften wir auf ihn zählen.

Nach seiner Pensionierung und der Rückkehr an die Burggartenstrasse in Pratteln haben ihm die „Stäcklibuebe“ sehr viel bedeutet. Jeden Mittwoch – wenn er mit seiner Sylvia nicht gerade in den Ferien unterwegs war – hat er den Rucksack und die Wanderschuhe geschnallt und sich gefreut, mit seinen, ebenfalls pensionierten Kameraden aus der Männerriege grössere oder kleinere Wanderungen im Baselbiet zu unternehmen. Selbstverständlich durften am Schluss das verdiente Zvieri, das Löschen des Durstes und damit das gemütliche Zusammensein nicht fehlen. Dabei ergaben sich meist interessante und gelegentlich auch kontroverse Diskussionen.

Von den vielen Episoden und Begebenheiten, die wir gemeinsam erleben durften, ist mir eine speziell im Gedächtnis geblieben. Vor einigen Jahren war das Ziel der traditionellen Bergturnfahrt der Creux du Vent. Beim Rekognoszieren dieser 2-tägigen Tour hat er an einer kritischen Stelle vorsorglich ein Steinmännchen aufgebaut. Dieses kleine Zeichen zeigt symbolisch sein Verantwortungsbewusstsein; er wollte seine Kameraden nicht in die Irre führen. Es hat dann auch geklappt.

Unzählige weitere schöne gemeinsame Stunden durften wir zusammen erleben. Sie bleiben uns als Erinnerungen im Gedächtnis. Ein lieber Mensch hat uns verlassen und hinterlässt vor allem bei seinen Angehörigen aber auch bei seinen Kameraden eine tiefe Lücke. Er wird uns fehlen. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

Wir alle wissen, dass die Frage nach dem Warum nie beantwortet wird. So bleibt uns nur, diese traurige Tatsache zu akzeptieren.

Seiner lieben Sylvia, seiner Tochter Tanya, seinem Sohn Andreas und seinen Angehörigen entbieten wir unser tiefempfundenes Beileid und wünschen Euch die Kraft um diesen grossen Verlust zu ertragen. Unsere Gedanken begleiten Euch.

Geschrieben von René Eichenberger