Bericht aus dem Frenkendörfer Anzeiger
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Bericht Partille-Cup 2019

Am 30. Juni, dem ersten Sommerferien-Sonntag, versammelten sich um 4.45 Uhr morgens rund 60 Jungs, um auch in diesem Jahr gemeinsam eine Woche internationale Handballerfahrung zu sammeln. Es handelte sich dabei nicht um irgendeinen Partille-Cup sondern die 50. Austragung des grössten Juniorenturniers der Handball-Welt.

Nach einer langen Zugfahrt bis Kiel und einer Fährenüberfahrt nach Göteborg kamen wir Montagmorgen in der Turnhalle des Gymnasium Katrinelund an. Wir konnten wiederum mitten in Göteborg wohnen und von der zentralen Lage sehr profitieren. Nach dem Einrichten und Aufblasen der Luftmatratzen für die Nacht stand auch schon das erste Training an. Die Spieler sollten sich ein wenig an den Kunstrasen gewöhnen und die ungewohnten Wetterverhältnisse, die für die Woche angesagt waren, schon einmal erleben.

Das Pflichtprogramm für die gesamte Delegation war am Abend das EOC Spiel der U17 Nationalmannschaft zwischen der Schweiz und Schweden. Drei aktuelle Schweizermeister der HSG Nordwest (Gian Attenhofer, Ömer Koc und Jan Reichmuth) standen dabei im Kader der Schweizer. Das Nati-Team wurde die ganze Woche über unterstützt und war der HSG noch nie so nahe wie in diesem Jahr. Denn erstmals waren wir mit mehreren wichtigen Spielern bei der U17-Nati im Spiel.

 

Doch nun zu unseren Teams uns deren Weg durch das Turnier.

 

U13: Auf gutem Weg:

Nach der erfolgreichen U13I-Saison 2018/19 durfte das Trainerteam Mesmer/Attenhofer gespannt sein, wie sich die 06er Boys – unterstützt durch drei 07er – dieses Jahr in Schweden schlagen würden.

In der Gruppenphase spielten wir gegen drei skandinavische, eine deutsche und eine kroatische Mannschaft. Erwartungsgemäss präsentierten sich die Kroaten als die stärksten Konkurrenten, konnten sie doch alle Spiele relativ deutlich gewinnen. Gegen die drei nordländischen Teams konnten wir hingegen drei Siege einfahren, welche uns bereits vor dem letzten Gruppenspiel den zweiten Tabellenrang sicherten. Somit konnten die Coaches in der letzten Runde viel durchwechseln und diejenigen Spieler agieren lassen, welche bisher etwas weniger Spielzeit erhalten hatten. Daraus resultierte eine unbedeutende Niederlage gegen Lübeck, welche die Coaches aber gerne in Kauf nahmen. Mit dem zweiten Rang konnten wir uns schliesslich souverän für den A-Final qualifizieren – das entscheidende Mannschaftsziel war somit erreicht.

In der ersten K.O.-Runde trafen wir mit HK 1 auf ein isländisches Team. Trotz mässiger Leistung konnten wir die Partie mit 21:18 zu unseren Gunsten entscheiden. Klar war aber, dass es eine markante Steigerung brauchte, um weiterhin im Turnier bleiben zu können. Leider war im 1/16-Final dann trotz einer merklichen Leistungssteigerung Endstation: Zu stark waren die schwedischen Gegner aus Ystad (sowohl körperlich als auch spielerisch). Die Enttäuschung hielt sich bei der Mannschaft und bei den Coaches aber dennoch in Grenzen, denn alle kämpften bis zum Schluss und liessen die Köpfe trotz deutlichem Rückstand nie hängen.

Wir stehen im internationalen Vergleich solid da und müssen uns keinesfalls verstecken! Dies zeigt u.a. die Platzierung im vorderen Drittel aller teilnehmenden Mannschaften. Allerdings gibt es auch einige Mannschaften, die uns (noch) deutlich überlegen sind. Die Coaches nehmen sich nun Zeit für die Auswertung und versuchen diesen Abstand zur europäischen Spitze in den kommenden Spielzeiten zu reduzieren.

 

Marco Mesmer

 

U14 – 1 Ein Skandinavisches Turnier

 

Die B14 erwischte eine rein skandinavische Gruppe: HK Arenäs 1, H43 Lund 1, Eskilstuna Guif 2 (alle aus Schweden), HK2 (Island) und Nit-Hak HK (Norwegen).

 

Nach dem gemeinsamen Training der gesamten B14 Delegation der HSG Nordwest am Montag startete das Team von Trainerduo Björn Billo und Yasin Kühner am Dienstag gegen HK2 ins Turnier. Der Start gelang wunschgemäss und man konnte das Spiel mit 12:9 für sich entscheiden. Ein gelungener Start in den Partille Cup!

Am Mittwoch gab es eine Lehrstunde vom ersten schwedischen Brocken. 25-15 verloren die Schweizer gegen ein körperlich und spielerisch starkes HK Arenäs 1, welches später erst knapp im Halbfinal des A-Finals scheiterte(!). Auch das zweite Spiel gegen die Eskilstuna Guif 2 aus Schweden ging, wenn auch nur knapp, verloren (16-17). Eine sehr ärgerliche Niederlage, welche nur mit zwei Siegen am Folgetag korrigiert werden könnte.

Das erste Spiel konnte gegen den Gruppenletzten aus Norwegen ohne Probleme gewonnen werden (25-5) und es kam zum Entscheidungsspiel gegen H43 Lund 1. Das Spiel war von Beginn weg ausgeglichen und die HSG Nordwest B14-1 überzeugte vor allem durch eine starke Defensive. Leider fehlte am Schluss nur ein Treffer für den angestrebten A-Final. Die Partie endete 12-12 und damit war klar, dass der A-Final, wenn auch nur knapp, nicht erreicht wurde.

 

Trotz des verpassten A-Finals konnten die Junioren der HSG Nordwest viel Positives in den B-Final mitnehmen. Herauszustreichen sind die sich steigernden Leistungen aller Spieler sowie die hartnäckige und harte Deckung, welche einige Skandinavier an den Rand der Verzweiflung brachte.

Da man die Vorrunde auf dem undankbaren 4. Platz abschloss übersprang das Team den 1/32 Final und konnte sich mit etwas mehr Zeit auf den 1/16 Final einstellen. Die Devise war für die kommenden Spiele klar: Verlieren verboten!

Es ging weiter mit schwedischen Gegnern und das Team der HSG Nordwest B14-1 traf am Freitag auf Kungälvs HK und Tyresö Handboll 2. In beiden Spielen liessen die Schweizer  wenig zu und konnten beide Spiele souverän gewinnen. Das nächste Zwischenziel war erreicht: Man spielte auch noch am Samstag!

 

Der Samstag gestaltete sich erneut skandinavisch. Der erste Gegner hiess Reistad IL (Norwegen). Dabei war nicht nur das Wetter, sondern auch das Spiel durchzogen. Keines der Teams konnte sich zu Beginn absetzen und erst kurz vor der Halbzeit erspielte sich das Team der HSG Nordwest einen 2-Tore Vorsprung. Reistad IL erwischte dann allerdings den besseren Start in die zweite Halbzeit und ging rund 10 Minuten vor Schlusspfiff in Führung. Das Team aus der Schweiz fand dann aber zurück ins Spiel und gewann mit 15-13. Fazit: Eine starke Teamleistung und Halbfinal!

 

13:05, Heden 21, strömender Regen! Die Spieler bemerkten bereits beim Einspielen, dass die Verhältnisse eine andere Spielweise erfordern würden. Der dazugestossene Trainerfuchs Peter Bürki sagte richtig „jetzt gewinnt nicht das bessere Team, sondern das Team, welches mehr Wille hat“.

Das Spiel gestaltete wie schon der ¼-Final ausgeglichen und kurz vor Schluss stand das Spiel auf Messers Schneide. Spielstand nach 30 Minuten: 14-14. Am Partille Cup bedeutet dies Golden Goal: Trotz verlorenem Münzwurf stand die Deckung einmal mehr hervorragend und es kam zum Ballgewinn. Der darauffolgende Abschluss der HSG Nordwest war allerdings ebenfalls erfolglos und so musste die Defensive nochmals halten. Dies gelang leider nicht und Ski IL 1 schoss das Golden Goal.

 

Trotz der sehr knappen und bitteren Niederlage im Halbfinal gegen den späteren B-Final Gewinner ist die Mannschaft über weite Strecken toll aufgetreten und hat vor allem defensiv sehr starke Leistungen gezeigt. Gerade in den vier Entscheidungsspiele am Freitag und Samstag konnten sicherlich alle Spieler für die kommende Hallensaison einiges dazulernen.

 

In diesem Sinne wünsche ich den Spielern und Trainern eine erfolgreiche U15-Elite Saison.

 

Björn Billo

U14-2:

Das Team der U14-2 bestand mehrheitlich aus Spielern, die in der nächsten Saison U15 Inter bei der SG Espoirs Nordwest spielen werden. In dieser Zusammensetzung hatte das Team noch nie zusammengespielt. In der Vorrunde wurden wir einer sehr starken Gruppe zugelost. Entsprechend haben wir in den ersten beiden Spielen gegen kompakte Gegner mit deutlichen Niederlagen Lehrgeld bezahlt. Im dritten Spiel hat die Abstimmung bereits deutlich besser geklappt, so dass wir gegen das gute Team von IL Siggerud nach ausgeglichenem Spiel mit drei Toren relativ knapp verloren. Im vierten Spiel hatten wir die richtige Mischung unserer Spieler auf den verschiedenen Positionen gefunden und zeigten unseren besten Match der Vorrunde. Nach einer Pausenführung mit drei Toren machte uns IFK Skövde das Leben in der zweiten Halbzeit mit einer kompakten 6:0 Verteidigung schwer, so dass wir am Schluss mit zwei Toren unterlagen. Der letzte Match der Vorrunde benutzten wir zur Vorbereitung der B-Finalrunde. Nach einem starken Start mit überraschender Führung gegen den Gruppenleader H71 von den Färoer-Inseln haben wir nochmals alle Spieler durchgewechselt. Mischa konnte in diesem Match sein Können mit vielen Paraden beweisen. Trotz fünf Niederlagen in den Gruppenspielen wussten wir nun, dass wir nicht chancenlos in die B-Finalrunde stiegen.

Als erste Mannschaft erwartete uns As Sadd Club Tetouan aus Marokko. Nach einem harten Kampf stand der deutliche 20:13 Sieg fest. Im nächsten Spiel erwartete uns die TSG Münster aus Deutschland. Auf Basis einer starken solidarischen Abwehrleistung des ganzen Teams und unter der umsichtigen Spielführung von Maurin im Angriff mit 14 Toren von Pranavan und 7 Toren von Ralph haben wir Münster vom Platz gefegt.

Das dritte Spiel des Tages war dann eines zu viel. Kelvinside HC war keine Übermannschaft, aber die nötige Kraft fehlte trotz starker Paraden von Andrin am Schluss. So verloren wir mit vier Toren und das Turnier war für uns beendet.
Uns Trainern hat die tolle Entwicklung der Mannschaft zu einem funktionierenden Team am meisten gefreut. Jungs, es hat Spass mit Euch gemacht!

Patrick Christ

U15: A-Final erreicht und viel gelernt

Der  Partille-Cup war für mich Neuland. Ich durfte zum ersten Mal mit meinen neuen Teamkollegen der HSG Nordwest an einem Turnier spielen. Zudem war die Reise nach Schweden auch meine erste an den Partille-Cup. Mein Name ist Fabian Heimberg und ich wechsle auf die kommende Saison vom KTV Visp in die Nordwestschweiz.

Wir starteten mit einem Sieg ins Turnier. Danach ging es ziemlich positiv weiter, bis wir dann zum Schluss auf zwei starke Gegner trafen, die wir zwar hätten schlagen können, es dann aber doch nicht reichte. Wir verloren beide Spiele, qualifizierten uns aber dennoch für das A-Finale. Im 1/32-Finale bekamen wir mit RK Rudar einen weiteren starken kroatischen Gegner. Wir fanden irgendwie nicht ins Spiel und leisteten uns zu viele Unkonzentriertheiten. So mussten wir leider bereits in der ersten K.O.-Runde Abschied nehmen, obwohl wir uns zum Ziel gesetzt hatten, ein paar Runden weiter zu kommen.

Ich stelle aber die Entwicklung jedes einzelnen Spielers über das Team-Resultat. Wir konnten uns alle gegen starke Gegner verbessern und uns permanent steigern. Von der Anreise, über alles Spiele bis zur Abreise. Alles war einfach sehr toll und ich möchte unbedingt nochmals in Schweden spielen.

Nun freue ich mich auf die Saison mit meinem neuen Team.

Fabian Heimberg, U17 Elite HSG Nordwest

U16-1: Souverän in den A-Final

Der Ernstkampf für das U16-1 Team begann Dienstagmorgen mit dem Spiel gegen IFK Nyköping welches auch souverän mit 12:7 gewonnen wurde. Bei leichtem Nieselregen und steifer Brise wurde auch das zweite Spiel gegen Hijortshéj Ega IF 15:7 gewonnen. Der Fokus für die Woche lag vor allem auf dem Fortschritt der Deckungsarbeit und der Kommunikation in der Verteidigung. Nach den ersten zwei Spielen waren für das Trainerduo auch schon genug Anhaltspunkte vorhanden wo genau Absprachen und Stellungsfehler noch nicht 100% funktionieren.

8.30 Uhr war das Spiel am Mittwoch gegen das Spitzenteam Elverum IL, das Spiel war ausgeglichen und nur trotz einiger Individuellen Fehler kam es zur knappen 2 Tore Niederlage. Auch die ungewohnte frühe Spielzeit war wohl auch nicht für alle Spieler vorteilhaft. Die geforderte Reaktion im zweiten Spiel gegen Sävehof 2 wurden dann auch geliefert was den Blutdruck des Trainerstaffs auch wieder auf normale Höhen herabsenkte. Es endete 16:4. Zwischen den Spielen wurde die anderen Teams in den verschiedenen Alterskategorien der HSG Nordwest natürlich lauthals unterstützt.

Am Donnerstag bestritten wir noch das letzte Spiel der Qualifikationsphase gegen CD Purtosol aus Spanien. Mit 17:6 wurde sie an den Hörner gepackt und der zweite Platz war sicher. Damit waren wir für die A-Finals qualifiziert und konnten im Tableau mit den besten Teams des Turniers in der U-16 Kategorie mitspielen.

Bei Sonne wurde am Freitag das 1/32 Final gegen GF Kroppskultur leider knapp verloren. 11:13 war das enttäuschende Resultat. Gegen die physischen klar stärkeren Schweden wurden die Fehler eiskalt bestraft und technisch ist die Mannschaft noch nicht ganz sattelfest.

Damit wurde das Turnier für diese Mannschaft leider beendet. Die Fortschritte in der Deckung waren aber klar ersichtlich und die Spieler haben einen weiteren Schritt vorwärts gemacht. Sie konnten grossartigen Handball aufsaugen und Kontakte knüpfen. Vielen Dank an das Organisationsteam der HSG Nordwest.

 

Patrick Strebel und Dominique Bachmann

 

U16 – 2: Eine stetige Steigerung

 

Ich durfte während der Woche die U16 betreuen, welche sich hauptsächlich aus Spielern der U17 regional zusammenstellte. Entsprechend war in den meisten Spielen resultatmässig eher wenig zu holen, die Jungs waren aber gewillt, sich von Spiel zu Spiel zu steigern und zeigten immer wieder tolle Ansätze.

In der Gruppenphase erlebte ich viel Engagement, welches leider nie mit einem Sieg belohnt wurde, aber im Gruppenspiel gegen Lübeck (D), in der zweiten Hälfte einen Halbzeit-Sieg ermöglichte (Endresultat 17:20). Es war dies defnitiv die Phase, in der die Mannschaft offensiv den besten Handball zeigte.

In der B-Playoff-Phase war dann gegen physisch solide Norweger aus Knarvik etwas zu früh Schluss.

Ramon Morf

 

So ging für die Junioren eine tolle Woche in Schweden zu Ende. Vielen Dank an alle, welche diese Reise möglich gemacht haben. Zuerst an die Trainer, welche für die Junioren viel Zeit aufwendeten, die Jungs engagiert und toll betreuten und für eine gute Stimmung sorgten. Weiter danken möchten wir Peter Bürki, welcher als Hauptorganisator die administrativen Aufgaben übernommen hat und zu einem reibungslosen Ablauf der Woche viel beigetragen hat.

Ebenso an grosses Dankeschön an Christoph Wesp, welcher uns als Photograph besuchte und grossartige Bilder geschossen hat. Viele davon findet ihr auf der TVB-Homepage (Direktlink: https://www.tvbirsfelden.ch/index.php/news/partillecup-2019)

 

Da war noch was? Unsere drei Jungs aus der Nationalmannschaft. Gian, Ömer und Jan belegten an der Open-EM der U17-Nationalmannschaften den 10. Rang unter 24 Mannschaften. Die drei Jungs erhielten dabei viel Spielzeit und haben sich in den fixen Kader der Nationalmannschaft mehr als reingespielt. Die Open-EM wurde übrigens von der überragend kämpfenden U17-Mannschaft der Färöer-Inseln gewonnen. Ein Riesen-Erfolg für den Kleinstaat und ein grosses Beispiel dafür, was kleine Länder erreichen können, wenn sie ihr „Mänteli“ abstreifen.

 

Jedes Jahr am Partille Cup bietet für unsere Junioren vielfältige Erlebnisse und Erfahrungen. Aus Trainersicht hoffen wir wie immer, dass diese Handball-Erebnisse wiederum lange  und nachhaltig wirken werden und auch in der kommenden Saison ganz viel Partille-Cup-Mentalität unsere Teams begleiten wird.

 

Wir wünschen allen eine erfolgreiche Saison 19/20!

 

Das Trainerteam Partille Cup 2019